Dropbox und die Sicherheit

Ich habe ja bereits vor einiger Zeit hier mal über den von mir so intensiv genutzten Dienst Dropbox berichtet Link. Ich nutze den Dienst nach wie vor extremst gerne, vor allem bei Softwareprojekten etc. weil ich damit dann vom Notebook ohne Probleme mal rüber zum Desktop wechseln kann und alle Files bereits da sind. Auch ein “Backup” habe ich automatisch mit angelegt und mir kann erstmal relativ wenig passieren.

In letzter Zeit lese und höre ich jedoch häufiger vom absolut unkritischen Umgang mit dem Dienst. Dropbox verspricht auf der eigenen Website ja auch das jeder Account AES256 verschlüsselt ist und selbst Dropbox Mitarbeiter keinen Zugang zu meinen Daten haben. Ohne jetzt Paranoid klingen zu wollen würde ich trotzdem nicht zu einem Gedankenlosen 100 prozentigem Grundvertrauen raten. Niemand hatte bislang mal die Chance da hinter die Kulissen zu schauen. So ein Satz ist schnell mal auf die Website geschrieben aber wieviel wahres daran ist weiß niemand und selbst wenn das alles so stimmt stehen diese Server in den USA und dort muss mit großer Sicherheit eine Abhörschnittstelle für staatliche Stellen vorgehalten werden und da wo so eine Schnittstelle ist kann diese auch missbraucht werden. Doch es muss ja nichtmal die Böse Absicht sein. Die Datenskandale der letzten Jahre haben gezeigt das auch einfach immer wieder schlampig mit sensiblen Daten umgegangen wird und sie so den Weg an die Öffentlichkeit finden könnten.

Ich würde daher jedem Dropbox (oder auch sonstigem Syncing Service) Nutzer dringend raten nicht seine aller sensibelsten Daten ungeschützt dort abzulegen von denen er nicht möchte das sie unbefugte lesen können. Wenn diese Daten dort gesynct werden sollen, dann packt sie selbst vorher in einen TrueCrypt Container oder verschlüsselt sie mit einem anderen Programm eurer Wahl.

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Verschlüsselung von portablen Medien

Als Informatiker und/oder Nerd hat man eigentlich immer ein portables Speichermedium wie z.B. einen USB Stick dabei auf dem gewisse Dinge wie Portable Mailclients, der Lieblingsbrowser oder auch schonmal ein paar Dokumente liegen und trotzdem noch genug Platz übrig ist um mal schnell ein paar Files herunter zu laden und mitnehmen zu können. Einige dieser Dinge wären durchaus schützenswert, da man bei Verlust nicht unbedingt möchte das der Finder sie aufrufen und nutzen kann (z.B. der Lebenslauf oder eben das eMail Archiv). Ich habe mir lange Gedanken gemacht ob man nun anfängt mit cryptsetup das ganze Device zu verschlüsseln da das den Vorteil hat das man sehr bequem direkt beim anstecken nach dem Passwort gefragt wird, aber der Nachteil ist das es praktisch nur unter Linux verfügbar ist. Es gibt zwar eine kompatible Windows Lösung doch die dürfte praktisch so gut wie nirgends anzutreffen sein und zum Nutzen dieser werden obendrein noch Adminrechte benötigt die man leider oft in der Firma oder Hochschule nicht hat. Aus eben dem Grund entfiel auch die Idee Truecrypt einzusetzen. Dies ist zwar ebenfalls sehr sicher, aber trotz der verfügbaren Portable Version werden hier Adminrechte gebraucht und da man einen USB Stick ja hat um ihn überall nutzen zu können macht so eine Einschränkung wenig Sinn. Es gibt dann noch ein paar sehr suspekte Alternativen die weder verraten wie Ihre Verschlüsselung funktioniert noch für mehrere Betriebssysteme verfügbar wären.

Ich bin letztlich zu dem Schluß gekommen das es für mich wohl das praktikabelste ist Rar mit Verschlüsselung zu nutzen. Man muss dazu wissen das bei Rar seit einigen Jahren der als sicher geltende AES-128 Cypher eingesetzt wird. Bei ausreichender Passwortlänge ist das eine akzeptable Lösung. Rar Entpacker gibt es für jedes OS in normaler und Portabler Version und man braucht nur Benutzerrechte um es zu nutzen. Man sollte bloß darauf achten die Komprimierung zu deaktivieren da es sonst immer etwas länger dauert bis man an seine Daten kommt.

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Die Sache mit den Serien

Normalerweise hacke ich hier ja nicht so auf der Contentindustrie rum weil das schon genug andere machen und es einfach ein so bodenloses Fass ist das man eh die Hälfte vergessen würde, aber eine Sache ist mir einfach so absolut unbegreiflich das ich hier jetzt doch mal drüber rumweinen will. In meinem Verständnis war der große Diskussionspunkt mit den Contenvertretern eigentlich immer das sie gern auf allen erdenklichen Wegen und ohne Rücksicht auf Verluste (Kunden) ihre Inhalte schützen und möglichste viel Geld abschöpfen wollten. Nun ist aber seit ewigen Zeiten offensichtlich das es einen Riesengroßen Markt gibt den scheinbar niemand bedienen möchte. Ich spreche von TV Serien oder genauer gesagt internationalen TV Serien. Viele viele User des Internet sind große Fans einiger Serien wie z.B. Lost, Stargate, Doctor Who, Sherlock und vielen Anderen US und UK Serien. Nun gibt es da ein paar Probleme. In Zeiten des Internet ist es so das ich Zugriff auf Twitterstreams, Foren, Webseiten und Wikis der Fans habe die die Serien im Entsprechenden Ursprungsland sehen können. Diese Tatsache kombiniert damit das diese Serien hier nur mit langer Verspätung, wenn überhaupt, im TV laufen birgt das Problem das man eigentlich an diesen Communitys nicht teilnehmen kann, da man sonst die Geschichte schon gespoilert bekommt bevor man die Folgen überhaupt sehen konnte. Lost ist hier ein gutes Beispiel. Die letzte Staffel löste eine derartige Hysterie aus das man kaum um Spoiler aus dem Netz herumkam (und wenn man es schaffte musste man aufpassen nicht von einem Bekannten gespoilert zu werden der das Ende schon kannte) obwohl es hier noch ewig dauern sollte bis die Staffel zu ende gehen würde. Viele Serien die sich großer Beliebtheit erfreuen werden aber auch überhaupt gar nicht erst hier gesendet oder bereits vorzeitig abgesetzt (z.B. Doctor Who, Sherlock) auch wenn die Rechte bereits/noch bei deutschen TV Stationen liegen und einfach nicht genutzt werden nur um den Zugriff der Konkurrenz zu unterbinden. Doch selbst wenn sie gesendet werden gibt es zumeist keine Möglichkeit den Originalton zu hören, sondern man bekommt eine oftmals schlechte Synchronisation aufgezwungen. Möchte man die Original Tonspur haben und ein wenig früher an das Material kommen bleibt oft nur der Griff zur DVD die sich zur Not auch aus dem Ausland importieren lässt (amazon.co.uk, play.com sind beliebte Anlaufstellen), aber das ist dann oft natürlich mit einigen Kosten für die DVDs und deren Transport verbunden und außerdem möchte man vielleicht gar nicht jede Serie als Raumeinnehmende DVD im Schrank stehen haben. Es gibt einfach auch Dinge die man einfach gern gesehen hätte, die einem aber das Geld der DVD nicht wert sind und von denen man eh weiß das man sie nicht wieder ansieht. Andere legale Möglichkeiten gibt es jedoch nicht und selbst diese ist unbefriedigend da die DVDs meistens auch nicht so zeitnah veröffentlicht werden das sich damit das Aktualitätsproblem wirklich lösen ließe.

Die Contentanbieter sind ebenfalls unglücklich mit der SItuation, denn die Antwort einer ausreichend großen Nutzergruppe sind bekanntermaßen illegale Quellen im Internet und somit geht natürlich Geld verloren, denn viele dieser User kaufen weder die DVD noch werden sie im TV einschalten, womit die Rechte vielleicht nicht mehr so teuer zu verkaufen sind.

An dieser Stelle ist mir nicht klar wieso man da nicht den offensichtlichen Schritt macht. Wieso gibt es keine Möglichkeit die einzelnen Episoden direkt nach der Ausstrahlung im Originalland (oder sogar währenddessen) als kostenpflichtigen Stream oder Download bereitzustellen? Das Vorbild der Musikstores ist doch optimal. Man könnte komplette Staffeln und Einzelfolgen verkaufen. Wichtig dabei ist nur das der Preis deutlich unter der DVD liegen muss da ich ja den Mehrwert der SIlberscheiben in Form von vielen Extras, schicken Hüllen und aufwändigen Covern nicht habe und bewusst vermeide. Ich kenne viele User die sofort bereit wären für so eine Folge 1,- bis 1,50 zu zahlen. Viel mehr dürfte es dann aber nicht sein, weil damit eine 22 Folgen lange US Serie sonst viel zu teuer würde. Wenn dann das Format noch DRM Frei wäre (mit DRM hat schließlich schon die Musikindustrie eine Bauchlandung hingelegt) und in einem Format vorläge das auf jedem gängigen Betriebssystem funktioniert wäre das aus meiner Sicht die Lizenz zum Geld drucken. Die jetzige Situation ist jedenfalls absolut unbefriedigend und lässt viele Fans ohne eine legale Möglichkeit zurück zeitnah an Ihre Lieblingsserie im Originalton heran zu kommen.

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Blu- ray Disc und die Zukunft

Eine kürzliche Diskussion und mein Standpunkt das ich mir momentan keinen Blu- ray Player kaufen möchte verursachte ungläubige Blicke. Aus dem Grund möchte ich mal versuchen darzulegen wie sich die Situation der Blu- ray für mich augenblicklich darstellt.

Nachdem die Markteinführung eines Nachfolgeformates für die DVD ein echter Krampf war und es lange Verunsicherung bei den Verbrauchern bezüglich des richtigen Formates gab konnte sich hier bekanntlich die Blu- ray Disc (BD) durchsetzen. Doch kann sie sich auch wirklich durchsetzen? Ich bezweifle das mittlerweile ein wenig. Ich bin weißgott kein Technikmuffel und fand solche neuen Techniken immer hochinteressant, aber diese Scheibe reizt mich irgendwie wenig. Im wesentlichen liegt das an drei Gründen.

Der Erste ist ganz simpel das ich keine Lust habe mir meine Lieblingsfilme nochmal auf BD zu kaufen. Jetzt kann man natürlich einwenden das die Player ja noch einen DVD Laser mit eingebaut haben und daher abwärtskompatibel sind, aber was bringt mir das dann? Wenn ich so ein Gerät habe möchte ich doch auch meinen Lieblingscontent in der besseren Qualität sehen können. Die Frage ist aber wohin das führt. Die VHS war lange lange Jahre konkurenzlos und als die DVD kam waren die Vorteile so riesig (Bildqualität, Kapitelsprünge, Extra Features, Untertitel zuschaltbar, Tonspurenwechsel, Dolby Surround, viel schmaleres Format) das die Umstellung kein großes Nachdenken erforderte. Doch war die Halbwertszeit nicht annähernd so hoch wie die der VHS und jetzt kündigen sich bereits Nachfolgetechniken für die BD an (genau genommen bin ich jetzt schon gekniffen wenn ich gern 3D haben möchte und früh in einen BD Player investiert habe ist dieser dafür nicht zu gebrauchen und es muss schon wieder ein Neuer sein). Soll ich da wirklich noch rein investieren? Wie lange wird es die BD geben? Was für mich bereits Grund Nummer zwei darstellt an der BD zu zweifeln.

Aus dem Genannten ergibt sich eigentlich schon Grund Nummer drei. Die Vorteile der BD überwiegen nicht mehr so stark wie die der DVD. Genau genommen beschränken sie sich auf das Full HD Bild (1080p), die neuen Tonformate (Dolby und DTS mit noch mehr Kanälen) und mehr Speicherplatz. Das Full HD Bild mag ganz nett sein, aber ich unterstelle mal das viele Normalverbraucher den Unterschied gar nicht verstehen und mit Ihrer DVD, die auf dem entsprechenden TV mit HDMI- Anschluss eh hochskaliert wird, absolut zufrieden sind. Genau genommen sieht man doch an den ganzen Videos im Internet das Qualität scheinbar gar nicht die große Rolle spielt. Da werden platzsparende Codecs verwendet die ein Bild deutlich unterhalb der DVD erzeugen (in jedem Fall unterhalb der BD) und alle sind zufrieden. Die neuen Tonformate erscheinen mir auch wenig Massenkompatibel, da sie erstmal eine entsprechend moderene Home Cinema Soundanlage voraussetzen und die wird bei den Meisten doch nicht so häufig ausgetauscht und selbst wenn sie es wird, so fürften für viele doch die 5 Lautsprecher Plus ein Subwoofer der 5.1 Standards die Grenze der Wohnzimmerkompatibilität darstellen. Ein echtes Argument könnte der Speicherplatz sein doch wird der, bei Gleichem Content wie der DVD, fast vollständig von besserem Bild und Ton wieder aufgefressen. Das oft gepriesene “Killerfeature” der Internetanbindung findet bislang kaum Beachtung und auch hier unterstelle ich das es kaum Massentauglich sein wird.

Das Format krankt zudem an dem extrem restriktiven Kopierschutz der auch schon die Musikindustrie hat scheitern lassen da die Konsumenten es verständlicherweise nicht einsehen wieso sie mit dem von Ihnen gekauften Medium nicht machen können was sie wollen.

Ich sehe hier momentan in der Zukunft eigentlich ganz klar das Internet an den optischen Medien vorbei rollen. Bei den heutigen Bandbreiten (und die werden in Zukunft eher noch besser als schlechter) stellt es kaum mehr ein Problem dar hochauflösendes Video direkt über das Netz zu übertragen ohne sich Tage vorher eine BD oder DVD bestellen zu müssen. Die Auswahl wird hierbei viel größer sein da entsprechende Videoportale sehr viel mehr Content vorhalten können als der örtliche Media Markt Scheiben im Angebot hat.Wichtig wäre hier aber das der angebotene Content auch entsprechende Preise hat. Für eine Folge einer wöchentlichen Serie z.B. empfinde ich 2,- als zu teuer. Man muss am Ende in jedem Fall günstiger weg kommen als mit der gekaufeten DVD/BD. Bevor sich jemand also zu viele Gedanken um das nächste viel zu teure Medium macht (BD Rohlinge sind viel zu teuer) sollte man lieber den Breitbandausbau vorantreiben und auch die weißen Flecken endlich erschließen um diese Möglichkeiten allen zugänglich zu machen. Wünschenswert wäre es dann wenn die Contentindustrie sich auf einen offenen Standard einigen würde um das bauen möglichst günstiger Settop Boxen -oder Media Center PCs- auf beliebiger Betriebssystembasis zu ermöglichen und dem Siegeszug des IPTV und der Online Videotheken stünde nichts mehr im Weg.

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Externes Display komfortabel ansteuern

Lange Zeit war eins meiner größten Probleme mit Linux/ Ubuntu das die Ausgabe des Bildes an einen Flachbild TV oder Beamer zwar prinzipiell funktionierte, aber extrem nervig zu konfigurieren war. Die proprietären Treiber halfen da manchmal aber so wirklich gut klappte das eigentlich selten und so habe ich doch immer etwas neidisch auf die Möglichkeiten geblickt die mir Windows an dieser Stelle bot. Per Zufalle konnte ich dem vor einiger Zeit Abhilfe schaffen als ich auf ARandR gestoßen bin. Bei ARandR handelt es sich um eine -zwar nicht schöne, aber funktionale- grafische Oberfläche für das Tool RandR was genau für diese Aufgaben da ist.

Installiert wird es unter Ubuntu ganz einfach aus den Quellen mit

sudo aptitude install ARandR

Anscließend ist es unter “System > Einstellungen > ARandR” aufrufbar. Steuern lässt sich damit welches Display überhaupt aktiv ist, welche Auflösung es hat und ob es gedreht werden soll. Für Präsentationen oder Video-/ Fotoabende sollte das alle Mal genügen.


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Bonifatius in Fulda

Es war mal wieder soweit, wir hatten genug von TV, Internet und dem ach so trostlosen Heimatort und sind am 31.07. nach Fulda gefahren um uns die Stadt und anschließend die Musicalaufführung zu Bonifatius anzusehen. Eigentlich ist sowas immer mal eine ganz nette Abwechslung, vor allem wenn man gute Darsteller hat die meist besser Singen können als viele Chartstürmer und Castingvictims und das allerbeste, selbst die ältesten Theater bieten bereits absolute HD Auflösung und 3D ohne Brille, also jedem Kino überlegen ;)

Wer über Bonifatius und seine Beziehung zu Fulda nichts weiß dem sei gesagt das er ein Missionar aus Britannien war der sich zur Aufgabe gemacht hatte die Germanen von Ihrem Glauben an Thor zu bekehren und auf diesem Weg in Fulda das erste Kloster dieses Gebietes gründete und heute, auf eigenen Wunsch, auch dort begraben liegt. Für alles weitere empfehle ich den Wikipedia Artikel zum Thema.

Die Stadt war eigentlich interessanter als ich mir das vorgestellt hatte und Fulda hat für den kulturell interessierten für seine Größe einiges zu bieten. Besonders schick fand ich die Gartenanlage des barocken Stadtschlosses, aber auch der Dom sieht spektakulär aus und hat einen sehr gepflegten Garten im Innenhof. Ob man das Grab von Bonifatius gesehen haben muss oder nicht darüber kann man sicher streiten, aber es tut nicht weh und im Zuge des Abendprogrammes passte das natürlich sehr gut.

Als wir am Schlosstheater ankamen wirkte das erstmal durchaus etwas altbacken. Genau genommen dachte ich wäre gerade durch ein Zeitloch gefallen und irgendwo zwischen den 60ern und 70ern wieder rausgekommen. Nichts destotrotz hat mir die Vorstellung eigentlich gut gefallen, auch wenn ich es etwas schade fand nicht Ethan Freeman -den ich für einen der Besten deutschsprachigen Sänger überhaupt halte- in der Hauptrolle gesehen zu haben. Leider hat der Produzent wohl versucht etwas modern und lustig zu sein und man baute in den historischen Kontext dann Vokabeln wie Döner und SMS ein was ich überhaupt nicht mag. Auch die Eröffnungsszene gefiel mir so gar nicht weil sie in der Jetzt- Zeit spielte und zeigte wie eine Gruppe Jugendlicher mit Baseballschläger bewaffnet jemanden verprügelte der aus der Bibel las. Ich konnte nicht sehen wie das die Handlung voran brachte und hielt es für Effekthascherei die absolut unnötig und sinnbefreit war. Ebenso unklar ist mir geblieben wieso die Bediensteten des Herzogs und Papstes tuckige Homosexuelle Züge haben müssen. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl das ausser Bonifatius selbst niemand über die Dauer des Stückes wirklich ernst blieb und das wollte für mich nicht so recht zusammenpassen. Entweder mache ich eine Parodie, dann aber auch richtig ala Spamalot oder ich befasse mich mit den historischen Gegebenheiten auf einer ernsten Ebene, dann sollten aber auch alle handelnden Personen auf dieser Ebene liegen. All das waren aber nur Nuancen in einem ansonsten schönen Stück das sehr gut besetzt und besucht war, aber dem es leider an Livemusik mangelte. Nun ist es ein kleines Theater und man spielt nur sehr kurze Zeit und das ganze muss sich rechnen, aber trotzdem schafft es selbst das Deutsche Theater Göttingen ein kleines Liveorchester zusammen zu stellen und das gibt dem ganzen dann doch immer nochmal einen ganz anderen Anstrich als wenn die Musik ausschließlich eingespielt wird.

Nichts desto trotz war es ein schönes Stück und ein angenehmer Abend der nur vom Totalausfall des Gastropersonals in der Pause gestört wurde. Ich wollte blos 2 Getränke holen, einen Riesling und ein Mischgetränk das als Spezialität auf der Rückseite der normalen Karte abgebildet war. Leider musste ich feststellen das der Barkeeper es absolut nicht raus hatte und sich scheinbar nicht merken konnte wer schon länger da stand und wer gerade erst kam. So ging einige Zeit der kuren Pause ins Land bis ich meine Bestellung aufgab die dann damit quittiert wurde das es die Spezialitäten nur an einem kleinen Extrastand vor dem Aufgang gab. Also bin ich noch dahin und just in dem Moment gingen denen dort die Gläser aus. Als die Kundin vor mir fragte ob sie nicht eins der Gläser dort vom Stapel nehmen könnten wurde das mit der Antwort “Nein, dass geht doch nicht, das sind ja Cocktailgläser, da weiß man ja gar nicht wieviel rein muss” quittiert. Als die Kundin dann mit dem Satz “Na Super und wenn ich mich jetzt woanders anstelle ist die Zeit rum” ging musste ich hören wie die Verkaufsdamen sofort das Lästern begannen und sich nicht gerade Leise sagten “Na wer so spät noch einen Sekt bestellen will ist ja auch nicht der cleverste”. Das fand ich unheimlich daneben und extrem unprofessionell.

Wie gesagt, bis auf die erwähnt Kritik hat es uns eigentlich gut gefallen und das Gesamtbild ist durchaus positiv, auch wenn man sich mit den Auftritten des Mainzer Bischoffs schon anfreunden können muss.

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Taskverwaltungsalternative für die Shell

Auch unter Linux Betriebssystemen kommt es gelegentlich mal vor das ein Prozess oder eine Anwendung so ungünstig abstürzt das es das ganze System nahezu unbenutzbar macht. In diesem ist es natürlich sinnvoll den entsprechenden Prozess zu identifizieren und zu beenden. Wenn das System aber schon entsprechend dicht vor dem Kollaps steht wird es unter Umständen schwierig noch eine zusätzlich grafische Anwendung in Form eines Taskmanagers zu starten. Falls evtl. sogar der Desktop oder der XServer mal selber hängen sollte wird dies sogar unmöglich.

Unter Linuxsystemen ist der große Vorteil das in diesen Fällen meist die Shell noch Arbeitsfähig ist. Für diese Fälle gibt es unter Linux Standardmäßig das Konsolentool Top. Dieses ist allerdings ohne Einarbeitung nur schwerlich bedienbar und aus meiner Sicht absolut unintuitiv. Abhilfe schafft da die etwas aufgebohrte Version htop. Bei htop ist, im Gegensatz zu Top, intutitives vertikales und horizontales Scrollen durch die Prozesse möglich, es gibt eine schönere grafische Aufbearbeitung der Auslastung des Prozessors und des Arbeitsspeichers und die hauptsächliche Bedienung läuft konsistent über die F- Tasten ab. Ein killen einzelner Prozesse ist so auch für den absoluten Konsolenneuling sehr sehr einfach. Standardmäßig wird htop meist leider nicht Vorinstalliert ist aber in den meisten Standardrepositorys enthalten. Unter Ubuntu wird es mit

sudo aptitude install htop oder

sudo apt-get install htop

installiert. Um es zu benutzen kann entweder (falls das noch möglich ist) ein Terminal geöffnet werden oder man wechselt mit strg + alt + F1/F2/F3/F4/F5/F6 auf eine Konsole und meldet sich dort an. Mittels des Befehls htop kann das Tool nun aufgerufen werden. Der Rest sollte sich selbst erklären.

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Billigstklamotten und der Menschenverstand

Nachdem ja die Tage mal wieder ein Film über einen Billigsttextildiscounter auf der ARD/NDR zu sehen war habe ich in meinem Umfeld mitbekommen das es auch wieder zu einigen Diskussionen wegen der schrecklichen Umstände der Produktion geführt hat.

Was mich dabei immer mit dem Kopf schütteln lässt ist eigentlich das scheinbar niemand darüber nachzudenken scheint was da verkauft wird und wie solche Kampfpreise entstehen. Ich habe den Film ebenfalls gesehen und ja, es hat mich in gewisser Weise auch schockiert, jedoch nicht so heftig wie scheinbar manch anderen. Das hängt nicht mit fehlendem Mitgefühl zusammen, sondern einfach damit das mir klar ist das es so und nicht anders sein muss. Wenn ich heute die Prospektwerbung durchblättere und sehe das die verschiedenen Textildiscounter sich gegenseitig unterbieten und das inzwischen Züge als zwei Jeans für 7,99 annimmt, dann muss mir als denkendem Menschen doch klar sein das sich sowas nur mit "modernem Sklavenhandel" finanzieren lässt. Wenn man nur mal überlegt das davon die Rohstoffproduzenten und deren Angestellte, die Näherin, der Fabrikinhaber, der Spediteur, vermutlich ein Zwischenhändler, der Wasserkopf des Discounters, die Ladenkraft und schließlich noch der Chef der Kette selbst bezahlt werden muss, dann kann ich doch nur zu dem Schluss kommen das diese Jeans in den absolut billigsten Billiglohnländern und selbst dort unter den niedrigst denkbaren Lohnverhältnissen produziert werden müssen. Es ist vollkommen klar das dort auf Pausen und Arbeitszeiten gepfiffen werden muss und das man keine Zeit für Diskussionen haben kann sondern bei Wiederworten sicher nicht lange gefackelt wird die Arbeitskraft zu ersetzen. Besonders spannend finde ich denn wenn ehemalige Werbeikonen für solche Produkte teure Werbeverträge angeboten bekommen, aber auf der anderen Seite dann in einer Dokumentation zu sehen sind in der sie sich gegen Kinderprostitution in Drittweltländern einsetzen, aber das ist ein anderes Thema.

Mein Fazit ist ganz simpel das man sich genauestens überlegen sollte ob man wirklich dreimal soviele Klamotten braucht und deshalb nur das Billigste vom Billigen kauft, denn dann muss man sich persönlich die Frage ob der eigene Egoismus den modernen Sklavenhandel in anderen Teilen der Welt rechtfertigt mit Ja beantworten können, oder ob man lieber etwas weniger kauft, dafür aber zu Preisen von denen man sich zumindest vorstellen kann das da eine faire Bezahlung stattfindet. Kontrollieren kann man das im Einzelfall zwar nie, aber bei Preisen von denen es noch nichtmal vorstellbar ist sollte man doch Abstand nehmen.

Das gleiche Problem sehe ich übrigens auch bei Fleisch und Fisch im Discounter. Wenn ich mir anschaue was es manchmal für Fleischberge für 2,99 gibt dann muss mir einfach klar sein das dieses Tier kein gutes Leben gehabt haben kann, kein gutes Futter bekommen hat und sehr wahrschenlich Qualen ausgesetzt war. Selbst wenn einige immer sagen das teure Produkte nicht besser schmecken (was ich auch für Humbug halte), dann muss man hier doch entgegnen das es darum auch gar nicht unbedingt geht. Es geht hier eben auch um Respekt vor den Tieren und deren Haltung die wir verantworten.

Wer sich näher damit befassen möchte dem kann ich vor allem mal die Webseite des "INKOTA- Netzwerk" empfehlen und dort im besonderen die Clean Clothes Kampagne. Es handelt sich dabei um eine NGO die sich für eine sozial gerechte Globalisierung und die Einhaltung der Verantwortung der westlichen Welt einsetzt die ich sehr unterstützenswert finde. Es gab zum INKOTA Netzwerk auch im letzten Jahr einen Podcast von Die Gesellschafter mit Tim Pritlove der in dem Zusammenhang sehr lohnenswert ist.

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Warum Open Source gut ist

Da ich die Diskussion in letzter Zeit öfter geführt habe möchte ich mal meine Gedanken zu Open Source Entwicklungstools im Vergleich mit Proprietären hier veröffentlichen. Vieles davon ist uneingeschränkt auch für jede andere Software gültig, aber ich beziehe mich vorrangig auf Entwicklertools.

Oft wird Open Source Software immer mit "Frickeltools", niederer Qualität, Unvollständigkeit, Unbeständigkeit usw. assoziiert. Diese Wahrnehmung mag durchaus gelegentlich auch nicht unbedingt falsch sein, aber meistens ist es auch genau andersrum. Open Source hat im Vergleich zu kommerzieller Software sogar einige unschätzbare Vorteile die viele nicht bedenken oder sogar erst gar nicht sehen.

Obwohl ich meine Diplomarbeit mit dem Visual Studio und .Net in C# entwickelt habe, und ganz nebenbei das VS auch für eine der Besten IDEs überhaupt halte, so bin ich doch überzeugt das die Open Source Gegenstücke in einigen Bereichen sehr viel besser da stehen. Oft kann man bemerken das Leute vor allem von den "Shiny" GUIs geblendet sind und man muss zugeben das auch beim VS darauf geachtet wurde das sich ämtliche Komponenten sehr gut integrieren, es ist auch ohne Plugins bereits sehr vollständig und selbst der GUI Editor für WPF ist im Grunde selbsterklärend. Die Lernkurve bei Alternativen ala Eclipse, Netbeans, MonoDevelop oder wie sie alle heißen ist beinahe immer höher und vor allem bei Eclipse heißt es oft erstmal Plugins installieren, Sprachpakete laden usw.. Der erste große Vorteil erschließt sich schon aus dem eben geschriebenen. Bei Open Source habe ich die absolut freie Toolwahl. Jeder Entwickler kann das Tool einsetzen was ihm am meisten zusagt und die wenigsten Probleme bereitet. Man macht sich außerdem nicht abhängig von einer einzigen Firma deren Tools man zumindest dann benutzen muss wenn man den größtmöglichen Komfort und die schnellst Mögliche Umsetzung aktueller Spracherweiterungen nutzen möchte. Dazu kosten diese Tools dann meist viel Geld, Upgrademöglichkeiten werden oft nicht angeboten und so muss ich alle paar Jahre meine Tools wieder neu kaufen um alle Features nutzen zu können. Bei den Updates und Upgrades liegt sowieso einer der größten Vorteile von Open Source Tools. Hier bekomme ich i.d.R. neue moderne Features, Bugfixes und Optimierungen sehr viel schneller und regelmäßiger als bei Proprietären Produkten. Generell kamen viele Neuerungen und Innovationen in den letzten Jahren durchaus aus der Open Source Szene und wurden später erst in Proprietäre Produkte aufgenommen. Neue Versionen kann ich mir einfach herunterladen und testen, da sie eh frei verfügbar sind. Ein neues Visual Studio gibt es maximal in der abgespeckten Express Edition und viele ergänzende Dinge wie Expression Blend bekomme ich vor dem kostenintensiven Kauf maximal in Videos zu Gesicht.

Ein weiteres Problem ist die Codequalität der Tools selbst. Auch wenn hier einige sofort denken möchten das Open Source Tools aus schlechtem Code bestehen müssen so ist das absolut falsch. Ein Open Source Tool kann von jedem der es möchte angesehen und sein Code kontrolliert werden. Schreibt ein Open Source Entwickler nun schlechten Code wird sofort eine hitzige Diskussion entbrennen bis der Code allgemeinen Maßstäben genügt. Bei Proprietären Tools sieht das ganz anders aus. Hier kann hinterher sowieso niemand in den Code schauen, dafür zählt aber die Releasedeadline gnadenlos herunter. Priorität dürfte in den meisten Proprietären Projekten haben das die Arbeit schnellstmöglich fertig ist. Es gibt bereits einige Beispiele wo ehemals geschlossener Code geöffnet wurde und vorher "aufgeräumt" werden musste da die Öffnung des Codes so wohl zu peinlich war.

Vor einem großen Problem stehen viele Anwender auch wenn eine neue Version eines Programmes veröffentlicht wird und sie einen kritischen Fehler aufweist, nicht mehr mit bestehender Zusatzsoftware zusammenarbeitet oder lieb gewonnene Funktionen einfach weggelassen wurden. Im Falle von Proprietären Produkten wie dem Visual Studio bleibt mir nichts übrig als zu warten das Microsoft dieses Problem behebt. Bei einem Tool wie Eclipse könnte ich entweder ein Plugin austauschen (falls der Fehler davon verursacht wurde) oder mir einfach eine andere IDE suchen die derzeit besser funktioniert, aber auch hier würde sicher zum tragen kommen das der Kontakt zu den Entwicklern und das einchecken von Bugs sowie das Fixen derselben jedem möglich ist und so wird der Fehler hier tendenziell viel schneller behoben sein, da es potenziell auch viel mehr Entwickler gibt.

Zu guter letzt ist es sicher auch ein ernst zu nehmender Grund das es so gut wie noch nie bei Open Source erzwungene Technologiewechsel gab. Wenn ich heute moderen Windows Programme mit .Net entwickeln möchte komme ich an C# und .Net 4.0 sowie der WPF kaum vorbei. Vor einigen Jahren hatten wir auch schon C#, aber noch .Net 2.0 und Forms, einige Zeit davor war C++ mit Win32 und MFC aktuell. Dies sind keine fließenden Übergänge gewesen sondern erforderten beim Entwickler immer das Kaufen neuer Tools und brachten teils extreme Lernkurven mit sich. Eine Alternative gab es kaum, da viele neue Features oft auch nur für die neue Technologie vorhanden sind. Im Open Source Bereich liefen solche Dinge ungleich anders ab. Technologiewechsel wie z.B. bei Jave von AWT auf Swing waren immer optional und selbst heute kann ich noch AWT Anwendungen bauen die zwar nicht so schön aussehen, aber viele der modernen Features nutzen können. Auch Versionssprünge der Programmiersprache selbst laufen sehr viel sanfter ab und erfordern selten eine Neuinstallierung der ganzen Entwicklungsumgebung. Neue Features werden öfter und dafür in kleineren Schüben eingepflegt. Somit ist die Lernkurve sehr viel schmaler. Allerdings sind beinahe immer auch die alten Technologien noch voll weiterhin nutzbar.

Zum Schluß möchte ich noch einmal sagen das auch ich natürlich sehe das aufpolierte Tools wie das Visual Studio und Expression Blend es erlauben in kürzester Einarbeitungszeit extrem schicke GUIs zu stricken und einem möglichst viel Arbeit abnehmen. Hier sind Open Source Tools noch ein ganzes Stück hinten dran, aber man gibt damit auch einen großen Teil seiner Freiheit auf. Nach einer Gewissen Einarbeitungszeit stehen die Ergebnisse die man mit freien Tools erzielt denen die man mit z.B. VS erreicht in nichts nach aber man erhält sich seine Unabhängigkeit.

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Der Blackberry und der staatliche Datenhunger

Was sich da gerade wieder für ein hässliches Bild von Überwachungsstaaten abzeichnet ist relativ unangenehm anzuschauen. Der Blackberry Hersteller RIM betreibt in seiner Heimat Kanada einen zentralen Server für seine Kunden über den (verschlüsselt) sämtlicher eMail Verkehr abgewickelt wird außer eine einzelne Firma entschließt sich selbst einen Enterprise Server zu installieren, dann geht es eben dort drüber.

Die beiden Staaten Indien und Saudi Arabien zeigten sich nun (nachdem dieses System schon seit Ewigkeit so funktioniert) wenig erfreut über die aktuelle Situation und Saudi Arabien drohte mit dem Verbot des Einsatzes solcher Geräte und einer damit verbundenen Netzsperrung der entsprechenden Dienste wenn RIM es nicht sicherstellen könne das diese sich mit einer lokalen Serverinstanz im eigenen Land verbänden und sich auf diese Art und Weise Abhörschnittstellen implementieren ließen. Leider ist RIM nun eingeknickt und wird wohl in Saudi Arabien Server installieren.

Jetzt kann man sich fragen was uns das eigentlich angeht. Zum Glück erstmal nicht viel, aber es zeigt wohin der Weg führen kann wenn man nicht stets für die Freiheit seiner Daten und gegen den Überwachnugswahn angeht, auch wenn es ermüdend ist. Gäbe es hierzulande niemanden der sich für solche Dinge einsetzt (wie z.B. den CCC) sähe es bei uns mittlerweile wohl auch schon ganz anders aus und das heute angekündigte Pilotprojekt von Nacktscannern am Hamburger Flughafen ist wieder ein weiterer Meilenstein zum Verlust der Privatsphäre auch hier in Deutschland.

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