Depeche Mode – The World Violation Tour – live Aufnahme

Nein hier geht es um nichts illegales. Die Band hat kürzlich auf Ihrer Homepage eine Liveaufnahme (Video) des Konzertes am 04.08.90 in L.A. veröffentlicht klick. Unterlegt haben sie das Ganze mit einem Soundboard Mitschnitt (original Abgriff vom Mischpult). Die Videos liegen in Quicktime mit V3 encoding vor. Die Qualität ist wirklich gut und dafür das es nie eine Aufnahme käuflich zu erwerben gab find ich es ganz großartig das Material kostenlos zur Verfügung zu stellen.

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Football is back auf ESPN America

Es ist tatsächlich wieder soweit. Dieses Wochenende startet die College Football und ab Donnerstag dem 09.09 dann auch die NFL Saison. In Deutschland überträgt wie gehabt ESPN America wieder reichlich. An diesem Samstag geht as ab 18:00 Uhr los mit Miami(OH) @ Florida gefolgt von Connecticut @ Michigan um 21:30 Uhr und in der Nacht um 01:35 Uhr Oregon State @ TCU. Am Sonntag gibt es dann noch einige Aufzeichnungen in der Erstausstrahlung.

Das NFL KickOff Game Minnesota @ New Orleans gibt es Live in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den 10.09 ab 02:30 Uhr und in der Wiederholung am Freitag um 19:30 Uhr.

Am Samstag den 11.09 gibt es dann die volle Packung ab 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr College Gameday Live und dann von 18:00 Uhr bis ca. 08:00 Uhr am nächsten Morgen jede Menge Live College Football mit dem Highlight um 01:00 Uhr Penn State @ Alabama. Doch ich persönlich freue mich ebenfalls auf die Bulldogs gegen South Carolina um 18:00 Uhr und Miami gegen Ohio State im Anschluss um 21:30 Uhr.

Richtig los gehts dann am Sonntag den 12.09 mit dem ersten regulären Spieltag der NFL. Gestartet wir ab 19:00 Uhr mit Cincinnati @ New England wo T.O. gleich mal zeigen kann ob er es mit einem ernst zu nehmenden QB noch immer drauf hat. Im Anschluss gibts für mich gleich ein rihctiges Highlight, denn die Eagles spielen ab 22:00 Uhr zu Hause gegen Green Bay und ich bin gespannt wo sich das Team im Jahr 1 nach McNabb unter realen Bedingungen einordnen wird. Bislang bin ich jedenfalls noch nicht zu hundert Prozent von Kolb überzeugt. Das erste Sunday Night Spiel ab 02:00 Uhr ist dann mit Washington @ Dallas direkt ein NFC East Klassiker.

Als Besonderheit gibts am Montag dann direkt noch zwei Monday Night Spiele. Das Erste ab 01:00 Uhr mit Baltimore @ NY Jets und im Anschluß ab 04:00 rundet San Diego @ Kansas City den ersten Spieltag ab.

Im übrigen hat ESPN America seine Website neu gestaltet und vor allem der TV Schedule ist eindeutig schlechter geworden (die PDF Version wurde u.a. gestrichen). Als Ersatz empfehle ich den TV Guide von Sky.de. Sky hat ESPNA per Sat im Welt Extra Paket und bietet daher das Programm im eigenen Guide an.

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Passwörter, Sicherheit und Verwaltung

Passwörter braucht man heute im Internet für beinahe alles. In Foren, bei Social Networks, auf Verkaufsplattformen, bei Banken, beim eMailanbieter oder beim Jabber Konto, überall werden heute Passwörter verlangt und diese Flut der benötigten Authentifizierungen verleitet viele Benutzer dazu überall das gleiche (im Zweifel noch sehr unsichere) Passwort zu benutzen. DIe Probleme die dieses Vorgehen mit sich bringt sollten eigentlich auf der Hand liegen. Kann ich einmal ein Passwort des Benutzers knacken oder in Besitz bringen ist es sehr leicht einfach auf allen möglichen Webseiten mit der selben Benutzername/Passwort Kombination auszoprobieren ob ich mich einloggen kann. Die Folgen können Informationsdiebstahl sein, Beschädigung des Rufes, Versenden von Spam und natürlich das Erzeugen von Schulden durch z.B. Einkäufe bei eBay Amazon und Co.

Um sich zu schützen sollte man ein paar Dinge beachten. An fremden PCs (wie z:b. in Hotels oder Internet Cafes) sollte man nur wenn unbedingt nötig sensible Passwörter wie z.B. Banking Accounts nutzen, denn hier fehlt einem meistens gänzlich die Kontrolle nachzuvollziehen ob irgendwelche Programme installiert sind die die eingegebenen Daten mit loggen und abspeichern könnten. Auch das Speichern von hoch sensiblen Passwörtern im Browsercache sollte vermieden werden, denn das ist zwar unheimlich praktisch und hilft gegen Vergesslichkeit doch hat es auch einige Nachteile. Meist werden die Passwörter heute verschlüsselt abgelegt aber oft ist die Frage wo. Eine Sicherung der Passwortdaten und anschließendes Wiedereinspielen ist oft nicht vorgesehen, daher steht der Benutzer beim Betriebssystemwechsel schonmal dumm da. Doch auch die Sicherheit ist nicht immer nachvollziehbar. Ich würde niemals einer unfreien Software mit geschlossenem Quellcode meine Passwörter anvertrauen wollen. Wieso? Der Grund ist eigentlich ganz einfach, im Normalfall weiß man nicht wie die Sicherheitskonzepte aussehen. Welche Verschlüsselung wird verwendet? Haben überhaupt Fachleute auf diesem Gebiet sich die Sache mal näher angesehen und auf Schwachstellen abgeklopft oder hat sich bloß der aktuelle Praktikant mal 14 Tage eingelesen und dann schnell was hingepfuscht? Generell haben bei Proprietärer Software sehr viel weniger Entwickler Einblick in den Code als bei Open Source Projekten wodurch eine geringere Kontrolle statt findet und auch der Code oft schlechter sein dürfte. Die Beispiele der letzten Jahre wie die DECT Verschlüsselung oder diverse RFID Hacks haben gezeigt das geschlossene Software, auch in Sicherheitskritischen Bereichen, ihre Sicherheit gerne darauf begründet das niemand weiß wie sie funktioniert und nicht darauf das die Konzepte tatsächlich besonders sicher sind.

Der vielleicht wichtigste Punkt bleibt aber wohl die Länge des Passworts und die Art der Verschlüsselung selbst. Als bislang ungeknackter Quasi Standard hat sich in den letzten Jahren der AES256 etabliert. Hier ist zum heutigen Zeitpunkt von einer ausreichend großen Sicherheit auszugehen. Doch auch der Beste Algorithmus nutzt nur wenig wenn das Passwort binnen kürzester Zeit erraten werden kann. Hierzu gibt es im Internet einige Quellen mit Rechenbeispielen. Diese möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen sondern lediglich darauf hinweisen das bei der heutigen Rechnergeschwindigkeit davon ausgegangen werden muss das ein Passwort mit weniger als zehn Stellen und minimum Groß- und Kleinbuchstaben (besser wären noch zusätzlich Zahlen) in einer hinreichenden Zeitspanne brechbar ist. Wer auch die nächste Zeit auf der sicheren Seite sein möchte sollte auf eine Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben, sowie Sonderzeichen mit einer Länge von ca. 14 Zeichen in einer sinnlosen Reihenfolge vertrauen und kein Passwort mehr als einmal einsetzen.

Um solche Passwörter zu realisieren gibt es nun verschiedene Ansätze. Man kann sich z.B. seine Lieblingsfilmzitate, Textstellen in Büchern oder Lieblingslieder nehmen und z.B. die ersten 14 Wörter herausgreifen. Von diesen nimmt man nun die Anfangsbuchstaben, versieht diese mit Groß- und Kleinschriebung und ersetzt sie an sinnvollen Stellen durch Zahlen. Ein Beispiel:

Eine Textzeile in einem Lieblingsbuch lautet:

Als sie ankamen war es bereits Nacht

Nun würde man sich die Anfangsbuchstaben herausnehmen und dabei auf die Großschriebung achten:

AsawebN

und um es zu komplizieren könnte man nun an das N eine 8 anhängen (8 = Nacht) in englischen Texten bietet es sich z.B. oft an ein "to" durch eine 2 zu ersetzen und ähnliches:

AsawebN8

Auf diese Weise lassen sich recht komplexe und nicht trivial zu erratende Passwörter genrieren die noch relativ einfach zu merken sind. Wer das nicht kann oder möchte kann über den Einsatz einer Passwortverwaltung wie z.B. KeePass nachdenken. Hierbei handelt es sich um ein Open Source Programm das Passwörter und Zugangsdaten in einer AES256 verschlüsselten Datenbank abspeichert und somit zunächst einmal als relativ sicher gelten kann. Die Datenbank selbst wir mit einem Masterpasswort geschützt das man sich natürlich noch merken muss. Der große Vorteil des Programms ist sein Passwortgenerator. Dieser generiert beliebig lange Zufallspasswörter denen man mitgeben kann ob sie nur Buchstaben, oder auch Zahlen und Sonderzeichen etc. enthalten sollen. Diese Passwörter können als besonders sicher angesehen werden da sie keinem bestimmten Muster folgen. Jetzt kann man einwenden das bei Verlust des Masterpasswortes alle Passwörter gefährdet sind. Das ist sicher richtig, aber es bleibt die Abwägung was die größere Gefahr bedeutet. Entweder ein gemerktes extrem Sicheres Masterpasswort oder die Alternative mit viellecht 15-20 Internetaccounts von denen die Hälfte das gleiche fünfstellige leicht erratbare Passwort benutzt. In jedem Fall sollte bei einer Entscheidung für ein Programm für KeePass (was den Vorteil hat das es als Windows-, Mac- und Linuxversion sowie für viele Handys wie Android und als Portable Version für den USB Stick verfügbar ist) beachtet werden immer ein backup der Datenbank zu machen. Falls das Programm mal durch eine Fehlfunktion die Datenbank beschädigt oder der PC durch einen Hardwaredefekt nicht mehr nutzbar ist sollte man die Möglichkeit haben zumindest seine Passwörter vom Backup wieder zu bekommen.

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Mehrere PDFs zu einem zusammenfügen

Bei mir ist es alle paar Monate mal wieder ein Thema und wenn man mal die Suchmaschine seiner Wahl bemüht merkt man schnell das man damit nicht alleine ist. Die Ausgangslage ist das man mehrere PDFs hat und diese gerne zu einem einzigen zusammenfügen würde. Unter Linux ist das eigentlich denkbar einfach. Man benötigt nur ein kleines Konsolenprogramm namens pdftk. Dieses ist unter Ubuntu bereits in den Repositorys vorhanden. Um es zu installieren gibt man folgendes auf einer Konsole ein:

sudo apt-get install pdftk

Anschließend ist es von der Konsole aus aufrufbar. Wenn wir nun als Beispiel die beiden PDF Dokumente Foo.pdf und Bar.pdf zu Foobar.pdf zusammenfügen wollen geschieht das wie folgt:

pdftk foo.pdf bar.pdf cat output foobar.pdf

Das Programm bietet noch viele weitere Funktionen wie z.B. das Splitten von PDF Files. Diese können in den man Pages nachgelesen werden.

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Dropbox und die Sicherheit

Ich habe ja bereits vor einiger Zeit hier mal über den von mir so intensiv genutzten Dienst Dropbox berichtet Link. Ich nutze den Dienst nach wie vor extremst gerne, vor allem bei Softwareprojekten etc. weil ich damit dann vom Notebook ohne Probleme mal rüber zum Desktop wechseln kann und alle Files bereits da sind. Auch ein “Backup” habe ich automatisch mit angelegt und mir kann erstmal relativ wenig passieren.

In letzter Zeit lese und höre ich jedoch häufiger vom absolut unkritischen Umgang mit dem Dienst. Dropbox verspricht auf der eigenen Website ja auch das jeder Account AES256 verschlüsselt ist und selbst Dropbox Mitarbeiter keinen Zugang zu meinen Daten haben. Ohne jetzt Paranoid klingen zu wollen würde ich trotzdem nicht zu einem Gedankenlosen 100 prozentigem Grundvertrauen raten. Niemand hatte bislang mal die Chance da hinter die Kulissen zu schauen. So ein Satz ist schnell mal auf die Website geschrieben aber wieviel wahres daran ist weiß niemand und selbst wenn das alles so stimmt stehen diese Server in den USA und dort muss mit großer Sicherheit eine Abhörschnittstelle für staatliche Stellen vorgehalten werden und da wo so eine Schnittstelle ist kann diese auch missbraucht werden. Doch es muss ja nichtmal die Böse Absicht sein. Die Datenskandale der letzten Jahre haben gezeigt das auch einfach immer wieder schlampig mit sensiblen Daten umgegangen wird und sie so den Weg an die Öffentlichkeit finden könnten.

Ich würde daher jedem Dropbox (oder auch sonstigem Syncing Service) Nutzer dringend raten nicht seine aller sensibelsten Daten ungeschützt dort abzulegen von denen er nicht möchte das sie unbefugte lesen können. Wenn diese Daten dort gesynct werden sollen, dann packt sie selbst vorher in einen TrueCrypt Container oder verschlüsselt sie mit einem anderen Programm eurer Wahl.

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Verschlüsselung von portablen Medien

Als Informatiker und/oder Nerd hat man eigentlich immer ein portables Speichermedium wie z.B. einen USB Stick dabei auf dem gewisse Dinge wie Portable Mailclients, der Lieblingsbrowser oder auch schonmal ein paar Dokumente liegen und trotzdem noch genug Platz übrig ist um mal schnell ein paar Files herunter zu laden und mitnehmen zu können. Einige dieser Dinge wären durchaus schützenswert, da man bei Verlust nicht unbedingt möchte das der Finder sie aufrufen und nutzen kann (z.B. der Lebenslauf oder eben das eMail Archiv). Ich habe mir lange Gedanken gemacht ob man nun anfängt mit cryptsetup das ganze Device zu verschlüsseln da das den Vorteil hat das man sehr bequem direkt beim anstecken nach dem Passwort gefragt wird, aber der Nachteil ist das es praktisch nur unter Linux verfügbar ist. Es gibt zwar eine kompatible Windows Lösung doch die dürfte praktisch so gut wie nirgends anzutreffen sein und zum Nutzen dieser werden obendrein noch Adminrechte benötigt die man leider oft in der Firma oder Hochschule nicht hat. Aus eben dem Grund entfiel auch die Idee Truecrypt einzusetzen. Dies ist zwar ebenfalls sehr sicher, aber trotz der verfügbaren Portable Version werden hier Adminrechte gebraucht und da man einen USB Stick ja hat um ihn überall nutzen zu können macht so eine Einschränkung wenig Sinn. Es gibt dann noch ein paar sehr suspekte Alternativen die weder verraten wie Ihre Verschlüsselung funktioniert noch für mehrere Betriebssysteme verfügbar wären.

Ich bin letztlich zu dem Schluß gekommen das es für mich wohl das praktikabelste ist Rar mit Verschlüsselung zu nutzen. Man muss dazu wissen das bei Rar seit einigen Jahren der als sicher geltende AES-128 Cypher eingesetzt wird. Bei ausreichender Passwortlänge ist das eine akzeptable Lösung. Rar Entpacker gibt es für jedes OS in normaler und Portabler Version und man braucht nur Benutzerrechte um es zu nutzen. Man sollte bloß darauf achten die Komprimierung zu deaktivieren da es sonst immer etwas länger dauert bis man an seine Daten kommt.

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Die Sache mit den Serien

Normalerweise hacke ich hier ja nicht so auf der Contentindustrie rum weil das schon genug andere machen und es einfach ein so bodenloses Fass ist das man eh die Hälfte vergessen würde, aber eine Sache ist mir einfach so absolut unbegreiflich das ich hier jetzt doch mal drüber rumweinen will. In meinem Verständnis war der große Diskussionspunkt mit den Contenvertretern eigentlich immer das sie gern auf allen erdenklichen Wegen und ohne Rücksicht auf Verluste (Kunden) ihre Inhalte schützen und möglichste viel Geld abschöpfen wollten. Nun ist aber seit ewigen Zeiten offensichtlich das es einen Riesengroßen Markt gibt den scheinbar niemand bedienen möchte. Ich spreche von TV Serien oder genauer gesagt internationalen TV Serien. Viele viele User des Internet sind große Fans einiger Serien wie z.B. Lost, Stargate, Doctor Who, Sherlock und vielen Anderen US und UK Serien. Nun gibt es da ein paar Probleme. In Zeiten des Internet ist es so das ich Zugriff auf Twitterstreams, Foren, Webseiten und Wikis der Fans habe die die Serien im Entsprechenden Ursprungsland sehen können. Diese Tatsache kombiniert damit das diese Serien hier nur mit langer Verspätung, wenn überhaupt, im TV laufen birgt das Problem das man eigentlich an diesen Communitys nicht teilnehmen kann, da man sonst die Geschichte schon gespoilert bekommt bevor man die Folgen überhaupt sehen konnte. Lost ist hier ein gutes Beispiel. Die letzte Staffel löste eine derartige Hysterie aus das man kaum um Spoiler aus dem Netz herumkam (und wenn man es schaffte musste man aufpassen nicht von einem Bekannten gespoilert zu werden der das Ende schon kannte) obwohl es hier noch ewig dauern sollte bis die Staffel zu ende gehen würde. Viele Serien die sich großer Beliebtheit erfreuen werden aber auch überhaupt gar nicht erst hier gesendet oder bereits vorzeitig abgesetzt (z.B. Doctor Who, Sherlock) auch wenn die Rechte bereits/noch bei deutschen TV Stationen liegen und einfach nicht genutzt werden nur um den Zugriff der Konkurrenz zu unterbinden. Doch selbst wenn sie gesendet werden gibt es zumeist keine Möglichkeit den Originalton zu hören, sondern man bekommt eine oftmals schlechte Synchronisation aufgezwungen. Möchte man die Original Tonspur haben und ein wenig früher an das Material kommen bleibt oft nur der Griff zur DVD die sich zur Not auch aus dem Ausland importieren lässt (amazon.co.uk, play.com sind beliebte Anlaufstellen), aber das ist dann oft natürlich mit einigen Kosten für die DVDs und deren Transport verbunden und außerdem möchte man vielleicht gar nicht jede Serie als Raumeinnehmende DVD im Schrank stehen haben. Es gibt einfach auch Dinge die man einfach gern gesehen hätte, die einem aber das Geld der DVD nicht wert sind und von denen man eh weiß das man sie nicht wieder ansieht. Andere legale Möglichkeiten gibt es jedoch nicht und selbst diese ist unbefriedigend da die DVDs meistens auch nicht so zeitnah veröffentlicht werden das sich damit das Aktualitätsproblem wirklich lösen ließe.

Die Contentanbieter sind ebenfalls unglücklich mit der SItuation, denn die Antwort einer ausreichend großen Nutzergruppe sind bekanntermaßen illegale Quellen im Internet und somit geht natürlich Geld verloren, denn viele dieser User kaufen weder die DVD noch werden sie im TV einschalten, womit die Rechte vielleicht nicht mehr so teuer zu verkaufen sind.

An dieser Stelle ist mir nicht klar wieso man da nicht den offensichtlichen Schritt macht. Wieso gibt es keine Möglichkeit die einzelnen Episoden direkt nach der Ausstrahlung im Originalland (oder sogar währenddessen) als kostenpflichtigen Stream oder Download bereitzustellen? Das Vorbild der Musikstores ist doch optimal. Man könnte komplette Staffeln und Einzelfolgen verkaufen. Wichtig dabei ist nur das der Preis deutlich unter der DVD liegen muss da ich ja den Mehrwert der SIlberscheiben in Form von vielen Extras, schicken Hüllen und aufwändigen Covern nicht habe und bewusst vermeide. Ich kenne viele User die sofort bereit wären für so eine Folge 1,- bis 1,50 zu zahlen. Viel mehr dürfte es dann aber nicht sein, weil damit eine 22 Folgen lange US Serie sonst viel zu teuer würde. Wenn dann das Format noch DRM Frei wäre (mit DRM hat schließlich schon die Musikindustrie eine Bauchlandung hingelegt) und in einem Format vorläge das auf jedem gängigen Betriebssystem funktioniert wäre das aus meiner Sicht die Lizenz zum Geld drucken. Die jetzige Situation ist jedenfalls absolut unbefriedigend und lässt viele Fans ohne eine legale Möglichkeit zurück zeitnah an Ihre Lieblingsserie im Originalton heran zu kommen.

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Blu- ray Disc und die Zukunft

Eine kürzliche Diskussion und mein Standpunkt das ich mir momentan keinen Blu- ray Player kaufen möchte verursachte ungläubige Blicke. Aus dem Grund möchte ich mal versuchen darzulegen wie sich die Situation der Blu- ray für mich augenblicklich darstellt.

Nachdem die Markteinführung eines Nachfolgeformates für die DVD ein echter Krampf war und es lange Verunsicherung bei den Verbrauchern bezüglich des richtigen Formates gab konnte sich hier bekanntlich die Blu- ray Disc (BD) durchsetzen. Doch kann sie sich auch wirklich durchsetzen? Ich bezweifle das mittlerweile ein wenig. Ich bin weißgott kein Technikmuffel und fand solche neuen Techniken immer hochinteressant, aber diese Scheibe reizt mich irgendwie wenig. Im wesentlichen liegt das an drei Gründen.

Der Erste ist ganz simpel das ich keine Lust habe mir meine Lieblingsfilme nochmal auf BD zu kaufen. Jetzt kann man natürlich einwenden das die Player ja noch einen DVD Laser mit eingebaut haben und daher abwärtskompatibel sind, aber was bringt mir das dann? Wenn ich so ein Gerät habe möchte ich doch auch meinen Lieblingscontent in der besseren Qualität sehen können. Die Frage ist aber wohin das führt. Die VHS war lange lange Jahre konkurenzlos und als die DVD kam waren die Vorteile so riesig (Bildqualität, Kapitelsprünge, Extra Features, Untertitel zuschaltbar, Tonspurenwechsel, Dolby Surround, viel schmaleres Format) das die Umstellung kein großes Nachdenken erforderte. Doch war die Halbwertszeit nicht annähernd so hoch wie die der VHS und jetzt kündigen sich bereits Nachfolgetechniken für die BD an (genau genommen bin ich jetzt schon gekniffen wenn ich gern 3D haben möchte und früh in einen BD Player investiert habe ist dieser dafür nicht zu gebrauchen und es muss schon wieder ein Neuer sein). Soll ich da wirklich noch rein investieren? Wie lange wird es die BD geben? Was für mich bereits Grund Nummer zwei darstellt an der BD zu zweifeln.

Aus dem Genannten ergibt sich eigentlich schon Grund Nummer drei. Die Vorteile der BD überwiegen nicht mehr so stark wie die der DVD. Genau genommen beschränken sie sich auf das Full HD Bild (1080p), die neuen Tonformate (Dolby und DTS mit noch mehr Kanälen) und mehr Speicherplatz. Das Full HD Bild mag ganz nett sein, aber ich unterstelle mal das viele Normalverbraucher den Unterschied gar nicht verstehen und mit Ihrer DVD, die auf dem entsprechenden TV mit HDMI- Anschluss eh hochskaliert wird, absolut zufrieden sind. Genau genommen sieht man doch an den ganzen Videos im Internet das Qualität scheinbar gar nicht die große Rolle spielt. Da werden platzsparende Codecs verwendet die ein Bild deutlich unterhalb der DVD erzeugen (in jedem Fall unterhalb der BD) und alle sind zufrieden. Die neuen Tonformate erscheinen mir auch wenig Massenkompatibel, da sie erstmal eine entsprechend moderene Home Cinema Soundanlage voraussetzen und die wird bei den Meisten doch nicht so häufig ausgetauscht und selbst wenn sie es wird, so fürften für viele doch die 5 Lautsprecher Plus ein Subwoofer der 5.1 Standards die Grenze der Wohnzimmerkompatibilität darstellen. Ein echtes Argument könnte der Speicherplatz sein doch wird der, bei Gleichem Content wie der DVD, fast vollständig von besserem Bild und Ton wieder aufgefressen. Das oft gepriesene “Killerfeature” der Internetanbindung findet bislang kaum Beachtung und auch hier unterstelle ich das es kaum Massentauglich sein wird.

Das Format krankt zudem an dem extrem restriktiven Kopierschutz der auch schon die Musikindustrie hat scheitern lassen da die Konsumenten es verständlicherweise nicht einsehen wieso sie mit dem von Ihnen gekauften Medium nicht machen können was sie wollen.

Ich sehe hier momentan in der Zukunft eigentlich ganz klar das Internet an den optischen Medien vorbei rollen. Bei den heutigen Bandbreiten (und die werden in Zukunft eher noch besser als schlechter) stellt es kaum mehr ein Problem dar hochauflösendes Video direkt über das Netz zu übertragen ohne sich Tage vorher eine BD oder DVD bestellen zu müssen. Die Auswahl wird hierbei viel größer sein da entsprechende Videoportale sehr viel mehr Content vorhalten können als der örtliche Media Markt Scheiben im Angebot hat.Wichtig wäre hier aber das der angebotene Content auch entsprechende Preise hat. Für eine Folge einer wöchentlichen Serie z.B. empfinde ich 2,- als zu teuer. Man muss am Ende in jedem Fall günstiger weg kommen als mit der gekaufeten DVD/BD. Bevor sich jemand also zu viele Gedanken um das nächste viel zu teure Medium macht (BD Rohlinge sind viel zu teuer) sollte man lieber den Breitbandausbau vorantreiben und auch die weißen Flecken endlich erschließen um diese Möglichkeiten allen zugänglich zu machen. Wünschenswert wäre es dann wenn die Contentindustrie sich auf einen offenen Standard einigen würde um das bauen möglichst günstiger Settop Boxen -oder Media Center PCs- auf beliebiger Betriebssystembasis zu ermöglichen und dem Siegeszug des IPTV und der Online Videotheken stünde nichts mehr im Weg.

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Externes Display komfortabel ansteuern

Lange Zeit war eins meiner größten Probleme mit Linux/ Ubuntu das die Ausgabe des Bildes an einen Flachbild TV oder Beamer zwar prinzipiell funktionierte, aber extrem nervig zu konfigurieren war. Die proprietären Treiber halfen da manchmal aber so wirklich gut klappte das eigentlich selten und so habe ich doch immer etwas neidisch auf die Möglichkeiten geblickt die mir Windows an dieser Stelle bot. Per Zufalle konnte ich dem vor einiger Zeit Abhilfe schaffen als ich auf ARandR gestoßen bin. Bei ARandR handelt es sich um eine -zwar nicht schöne, aber funktionale- grafische Oberfläche für das Tool RandR was genau für diese Aufgaben da ist.

Installiert wird es unter Ubuntu ganz einfach aus den Quellen mit

sudo aptitude install ARandR

Anscließend ist es unter “System > Einstellungen > ARandR” aufrufbar. Steuern lässt sich damit welches Display überhaupt aktiv ist, welche Auflösung es hat und ob es gedreht werden soll. Für Präsentationen oder Video-/ Fotoabende sollte das alle Mal genügen.


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Bonifatius in Fulda

Es war mal wieder soweit, wir hatten genug von TV, Internet und dem ach so trostlosen Heimatort und sind am 31.07. nach Fulda gefahren um uns die Stadt und anschließend die Musicalaufführung zu Bonifatius anzusehen. Eigentlich ist sowas immer mal eine ganz nette Abwechslung, vor allem wenn man gute Darsteller hat die meist besser Singen können als viele Chartstürmer und Castingvictims und das allerbeste, selbst die ältesten Theater bieten bereits absolute HD Auflösung und 3D ohne Brille, also jedem Kino überlegen ;)

Wer über Bonifatius und seine Beziehung zu Fulda nichts weiß dem sei gesagt das er ein Missionar aus Britannien war der sich zur Aufgabe gemacht hatte die Germanen von Ihrem Glauben an Thor zu bekehren und auf diesem Weg in Fulda das erste Kloster dieses Gebietes gründete und heute, auf eigenen Wunsch, auch dort begraben liegt. Für alles weitere empfehle ich den Wikipedia Artikel zum Thema.

Die Stadt war eigentlich interessanter als ich mir das vorgestellt hatte und Fulda hat für den kulturell interessierten für seine Größe einiges zu bieten. Besonders schick fand ich die Gartenanlage des barocken Stadtschlosses, aber auch der Dom sieht spektakulär aus und hat einen sehr gepflegten Garten im Innenhof. Ob man das Grab von Bonifatius gesehen haben muss oder nicht darüber kann man sicher streiten, aber es tut nicht weh und im Zuge des Abendprogrammes passte das natürlich sehr gut.

Als wir am Schlosstheater ankamen wirkte das erstmal durchaus etwas altbacken. Genau genommen dachte ich wäre gerade durch ein Zeitloch gefallen und irgendwo zwischen den 60ern und 70ern wieder rausgekommen. Nichts destotrotz hat mir die Vorstellung eigentlich gut gefallen, auch wenn ich es etwas schade fand nicht Ethan Freeman -den ich für einen der Besten deutschsprachigen Sänger überhaupt halte- in der Hauptrolle gesehen zu haben. Leider hat der Produzent wohl versucht etwas modern und lustig zu sein und man baute in den historischen Kontext dann Vokabeln wie Döner und SMS ein was ich überhaupt nicht mag. Auch die Eröffnungsszene gefiel mir so gar nicht weil sie in der Jetzt- Zeit spielte und zeigte wie eine Gruppe Jugendlicher mit Baseballschläger bewaffnet jemanden verprügelte der aus der Bibel las. Ich konnte nicht sehen wie das die Handlung voran brachte und hielt es für Effekthascherei die absolut unnötig und sinnbefreit war. Ebenso unklar ist mir geblieben wieso die Bediensteten des Herzogs und Papstes tuckige Homosexuelle Züge haben müssen. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl das ausser Bonifatius selbst niemand über die Dauer des Stückes wirklich ernst blieb und das wollte für mich nicht so recht zusammenpassen. Entweder mache ich eine Parodie, dann aber auch richtig ala Spamalot oder ich befasse mich mit den historischen Gegebenheiten auf einer ernsten Ebene, dann sollten aber auch alle handelnden Personen auf dieser Ebene liegen. All das waren aber nur Nuancen in einem ansonsten schönen Stück das sehr gut besetzt und besucht war, aber dem es leider an Livemusik mangelte. Nun ist es ein kleines Theater und man spielt nur sehr kurze Zeit und das ganze muss sich rechnen, aber trotzdem schafft es selbst das Deutsche Theater Göttingen ein kleines Liveorchester zusammen zu stellen und das gibt dem ganzen dann doch immer nochmal einen ganz anderen Anstrich als wenn die Musik ausschließlich eingespielt wird.

Nichts desto trotz war es ein schönes Stück und ein angenehmer Abend der nur vom Totalausfall des Gastropersonals in der Pause gestört wurde. Ich wollte blos 2 Getränke holen, einen Riesling und ein Mischgetränk das als Spezialität auf der Rückseite der normalen Karte abgebildet war. Leider musste ich feststellen das der Barkeeper es absolut nicht raus hatte und sich scheinbar nicht merken konnte wer schon länger da stand und wer gerade erst kam. So ging einige Zeit der kuren Pause ins Land bis ich meine Bestellung aufgab die dann damit quittiert wurde das es die Spezialitäten nur an einem kleinen Extrastand vor dem Aufgang gab. Also bin ich noch dahin und just in dem Moment gingen denen dort die Gläser aus. Als die Kundin vor mir fragte ob sie nicht eins der Gläser dort vom Stapel nehmen könnten wurde das mit der Antwort “Nein, dass geht doch nicht, das sind ja Cocktailgläser, da weiß man ja gar nicht wieviel rein muss” quittiert. Als die Kundin dann mit dem Satz “Na Super und wenn ich mich jetzt woanders anstelle ist die Zeit rum” ging musste ich hören wie die Verkaufsdamen sofort das Lästern begannen und sich nicht gerade Leise sagten “Na wer so spät noch einen Sekt bestellen will ist ja auch nicht der cleverste”. Das fand ich unheimlich daneben und extrem unprofessionell.

Wie gesagt, bis auf die erwähnt Kritik hat es uns eigentlich gut gefallen und das Gesamtbild ist durchaus positiv, auch wenn man sich mit den Auftritten des Mainzer Bischoffs schon anfreunden können muss.

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