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Category: PC

Lesehilfe für Webseiten

Lesehilfe für Webseiten

Seit einiger Zeit ist Chrome zu meinem Lieblingsbrowser geworden was vor allem daran liegt das er unglaublich schnell und auf das wesentlichste reduziert ist, dabei aber einen tollen plugin Support liefert und einen sehr schönen Webseiten Inspektor gleich eingebaut hat (vergleichbar mit firbug unter Firefox).

Eines meiner liebsten Plugin das ich in letzter Zeit entdeckt habe wollte ich hier kurz vorstellen, es handelt sich um iReader. iReader ist direkt nach der Installation erstmal nicht sichtbar. Es taucht, wenn es auf eine- Website anwendbar ist, direkt rechts oben in der URL Zeile neben dem Favstar auf.

Klickt man nun auf das kleine Symbol wird die aktuelle Seite von allen störenden Werbebannern etc. befreit und als reiner Text präsentiert und, nach den vorher getroffenen Optionen, neu formatiert. So kann man sehr ablenkungsfrei längere Texte lesen und hat auch gleich eine prima Druckansicht.

Passwörter, Sicherheit und Verwaltung

Passwörter, Sicherheit und Verwaltung

Passwörter braucht man heute im Internet für beinahe alles. In Foren, bei Social Networks, auf Verkaufsplattformen, bei Banken, beim eMailanbieter oder beim Jabber Konto, überall werden heute Passwörter verlangt und diese Flut der benötigten Authentifizierungen verleitet viele Benutzer dazu überall das gleiche (im Zweifel noch sehr unsichere) Passwort zu benutzen. DIe Probleme die dieses Vorgehen mit sich bringt sollten eigentlich auf der Hand liegen. Kann ich einmal ein Passwort des Benutzers knacken oder in Besitz bringen ist es sehr leicht einfach auf allen möglichen Webseiten mit der selben Benutzername/Passwort Kombination auszoprobieren ob ich mich einloggen kann. Die Folgen können Informationsdiebstahl sein, Beschädigung des Rufes, Versenden von Spam und natürlich das Erzeugen von Schulden durch z.B. Einkäufe bei eBay Amazon und Co.

Um sich zu schützen sollte man ein paar Dinge beachten. An fremden PCs (wie z:b. in Hotels oder Internet Cafes) sollte man nur wenn unbedingt nötig sensible Passwörter wie z.B. Banking Accounts nutzen, denn hier fehlt einem meistens gänzlich die Kontrolle nachzuvollziehen ob irgendwelche Programme installiert sind die die eingegebenen Daten mit loggen und abspeichern könnten. Auch das Speichern von hoch sensiblen Passwörtern im Browsercache sollte vermieden werden, denn das ist zwar unheimlich praktisch und hilft gegen Vergesslichkeit doch hat es auch einige Nachteile. Meist werden die Passwörter heute verschlüsselt abgelegt aber oft ist die Frage wo. Eine Sicherung der Passwortdaten und anschließendes Wiedereinspielen ist oft nicht vorgesehen, daher steht der Benutzer beim Betriebssystemwechsel schonmal dumm da. Doch auch die Sicherheit ist nicht immer nachvollziehbar. Ich würde niemals einer unfreien Software mit geschlossenem Quellcode meine Passwörter anvertrauen wollen. Wieso? Der Grund ist eigentlich ganz einfach, im Normalfall weiß man nicht wie die Sicherheitskonzepte aussehen. Welche Verschlüsselung wird verwendet? Haben überhaupt Fachleute auf diesem Gebiet sich die Sache mal näher angesehen und auf Schwachstellen abgeklopft oder hat sich bloß der aktuelle Praktikant mal 14 Tage eingelesen und dann schnell was hingepfuscht? Generell haben bei Proprietärer Software sehr viel weniger Entwickler Einblick in den Code als bei Open Source Projekten wodurch eine geringere Kontrolle statt findet und auch der Code oft schlechter sein dürfte. Die Beispiele der letzten Jahre wie die DECT Verschlüsselung oder diverse RFID Hacks haben gezeigt das geschlossene Software, auch in Sicherheitskritischen Bereichen, ihre Sicherheit gerne darauf begründet das niemand weiß wie sie funktioniert und nicht darauf das die Konzepte tatsächlich besonders sicher sind.

Der vielleicht wichtigste Punkt bleibt aber wohl die Länge des Passworts und die Art der Verschlüsselung selbst. Als bislang ungeknackter Quasi Standard hat sich in den letzten Jahren der AES256 etabliert. Hier ist zum heutigen Zeitpunkt von einer ausreichend großen Sicherheit auszugehen. Doch auch der Beste Algorithmus nutzt nur wenig wenn das Passwort binnen kürzester Zeit erraten werden kann. Hierzu gibt es im Internet einige Quellen mit Rechenbeispielen. Diese möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen sondern lediglich darauf hinweisen das bei der heutigen Rechnergeschwindigkeit davon ausgegangen werden muss das ein Passwort mit weniger als zehn Stellen und minimum Groß- und Kleinbuchstaben (besser wären noch zusätzlich Zahlen) in einer hinreichenden Zeitspanne brechbar ist. Wer auch die nächste Zeit auf der sicheren Seite sein möchte sollte auf eine Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben, sowie Sonderzeichen mit einer Länge von ca. 14 Zeichen in einer sinnlosen Reihenfolge vertrauen und kein Passwort mehr als einmal einsetzen.

Um solche Passwörter zu realisieren gibt es nun verschiedene Ansätze. Man kann sich z.B. seine Lieblingsfilmzitate, Textstellen in Büchern oder Lieblingslieder nehmen und z.B. die ersten 14 Wörter herausgreifen. Von diesen nimmt man nun die Anfangsbuchstaben, versieht diese mit Groß- und Kleinschriebung und ersetzt sie an sinnvollen Stellen durch Zahlen. Ein Beispiel:

Eine Textzeile in einem Lieblingsbuch lautet:

Als sie ankamen war es bereits Nacht

Nun würde man sich die Anfangsbuchstaben herausnehmen und dabei auf die Großschriebung achten:

AsawebN

und um es zu komplizieren könnte man nun an das N eine 8 anhängen (8 = Nacht) in englischen Texten bietet es sich z.B. oft an ein "to" durch eine 2 zu ersetzen und ähnliches:

AsawebN8

Auf diese Weise lassen sich recht komplexe und nicht trivial zu erratende Passwörter genrieren die noch relativ einfach zu merken sind. Wer das nicht kann oder möchte kann über den Einsatz einer Passwortverwaltung wie z.B. KeePass nachdenken. Hierbei handelt es sich um ein Open Source Programm das Passwörter und Zugangsdaten in einer AES256 verschlüsselten Datenbank abspeichert und somit zunächst einmal als relativ sicher gelten kann. Die Datenbank selbst wir mit einem Masterpasswort geschützt das man sich natürlich noch merken muss. Der große Vorteil des Programms ist sein Passwortgenerator. Dieser generiert beliebig lange Zufallspasswörter denen man mitgeben kann ob sie nur Buchstaben, oder auch Zahlen und Sonderzeichen etc. enthalten sollen. Diese Passwörter können als besonders sicher angesehen werden da sie keinem bestimmten Muster folgen. Jetzt kann man einwenden das bei Verlust des Masterpasswortes alle Passwörter gefährdet sind. Das ist sicher richtig, aber es bleibt die Abwägung was die größere Gefahr bedeutet. Entweder ein gemerktes extrem Sicheres Masterpasswort oder die Alternative mit viellecht 15-20 Internetaccounts von denen die Hälfte das gleiche fünfstellige leicht erratbare Passwort benutzt. In jedem Fall sollte bei einer Entscheidung für ein Programm für KeePass (was den Vorteil hat das es als Windows-, Mac- und Linuxversion sowie für viele Handys wie Android und als Portable Version für den USB Stick verfügbar ist) beachtet werden immer ein backup der Datenbank zu machen. Falls das Programm mal durch eine Fehlfunktion die Datenbank beschädigt oder der PC durch einen Hardwaredefekt nicht mehr nutzbar ist sollte man die Möglichkeit haben zumindest seine Passwörter vom Backup wieder zu bekommen.

Mehrere PDFs zu einem zusammenfügen

Mehrere PDFs zu einem zusammenfügen

Bei mir ist es alle paar Monate mal wieder ein Thema und wenn man mal die Suchmaschine seiner Wahl bemüht merkt man schnell das man damit nicht alleine ist. Die Ausgangslage ist das man mehrere PDFs hat und diese gerne zu einem einzigen zusammenfügen würde. Unter Linux ist das eigentlich denkbar einfach. Man benötigt nur ein kleines Konsolenprogramm namens pdftk. Dieses ist unter Ubuntu bereits in den Repositorys vorhanden. Um es zu installieren gibt man folgendes auf einer Konsole ein:

sudo apt-get install pdftk

Anschließend ist es von der Konsole aus aufrufbar. Wenn wir nun als Beispiel die beiden PDF Dokumente Foo.pdf und Bar.pdf zu Foobar.pdf zusammenfügen wollen geschieht das wie folgt:

pdftk foo.pdf bar.pdf cat output foobar.pdf

Das Programm bietet noch viele weitere Funktionen wie z.B. das Splitten von PDF Files. Diese können in den man Pages nachgelesen werden.

Dropbox und die Sicherheit

Dropbox und die Sicherheit

Ich habe ja bereits vor einiger Zeit hier mal über den von mir so intensiv genutzten Dienst Dropbox berichtet Link. Ich nutze den Dienst nach wie vor extremst gerne, vor allem bei Softwareprojekten etc. weil ich damit dann vom Notebook ohne Probleme mal rüber zum Desktop wechseln kann und alle Files bereits da sind. Auch ein “Backup” habe ich automatisch mit angelegt und mir kann erstmal relativ wenig passieren.

In letzter Zeit lese und höre ich jedoch häufiger vom absolut unkritischen Umgang mit dem Dienst. Dropbox verspricht auf der eigenen Website ja auch das jeder Account AES256 verschlüsselt ist und selbst Dropbox Mitarbeiter keinen Zugang zu meinen Daten haben. Ohne jetzt Paranoid klingen zu wollen würde ich trotzdem nicht zu einem Gedankenlosen 100 prozentigem Grundvertrauen raten. Niemand hatte bislang mal die Chance da hinter die Kulissen zu schauen. So ein Satz ist schnell mal auf die Website geschrieben aber wieviel wahres daran ist weiß niemand und selbst wenn das alles so stimmt stehen diese Server in den USA und dort muss mit großer Sicherheit eine Abhörschnittstelle für staatliche Stellen vorgehalten werden und da wo so eine Schnittstelle ist kann diese auch missbraucht werden. Doch es muss ja nichtmal die Böse Absicht sein. Die Datenskandale der letzten Jahre haben gezeigt das auch einfach immer wieder schlampig mit sensiblen Daten umgegangen wird und sie so den Weg an die Öffentlichkeit finden könnten.

Ich würde daher jedem Dropbox (oder auch sonstigem Syncing Service) Nutzer dringend raten nicht seine aller sensibelsten Daten ungeschützt dort abzulegen von denen er nicht möchte das sie unbefugte lesen können. Wenn diese Daten dort gesynct werden sollen, dann packt sie selbst vorher in einen TrueCrypt Container oder verschlüsselt sie mit einem anderen Programm eurer Wahl.

Verschlüsselung von portablen Medien

Verschlüsselung von portablen Medien

Als Informatiker und/oder Nerd hat man eigentlich immer ein portables Speichermedium wie z.B. einen USB Stick dabei auf dem gewisse Dinge wie Portable Mailclients, der Lieblingsbrowser oder auch schonmal ein paar Dokumente liegen und trotzdem noch genug Platz übrig ist um mal schnell ein paar Files herunter zu laden und mitnehmen zu können. Einige dieser Dinge wären durchaus schützenswert, da man bei Verlust nicht unbedingt möchte das der Finder sie aufrufen und nutzen kann (z.B. der Lebenslauf oder eben das eMail Archiv). Ich habe mir lange Gedanken gemacht ob man nun anfängt mit cryptsetup das ganze Device zu verschlüsseln da das den Vorteil hat das man sehr bequem direkt beim anstecken nach dem Passwort gefragt wird, aber der Nachteil ist das es praktisch nur unter Linux verfügbar ist. Es gibt zwar eine kompatible Windows Lösung doch die dürfte praktisch so gut wie nirgends anzutreffen sein und zum Nutzen dieser werden obendrein noch Adminrechte benötigt die man leider oft in der Firma oder Hochschule nicht hat. Aus eben dem Grund entfiel auch die Idee Truecrypt einzusetzen. Dies ist zwar ebenfalls sehr sicher, aber trotz der verfügbaren Portable Version werden hier Adminrechte gebraucht und da man einen USB Stick ja hat um ihn überall nutzen zu können macht so eine Einschränkung wenig Sinn. Es gibt dann noch ein paar sehr suspekte Alternativen die weder verraten wie Ihre Verschlüsselung funktioniert noch für mehrere Betriebssysteme verfügbar wären.

Ich bin letztlich zu dem Schluß gekommen das es für mich wohl das praktikabelste ist Rar mit Verschlüsselung zu nutzen. Man muss dazu wissen das bei Rar seit einigen Jahren der als sicher geltende AES-128 Cypher eingesetzt wird. Bei ausreichender Passwortlänge ist das eine akzeptable Lösung. Rar Entpacker gibt es für jedes OS in normaler und Portabler Version und man braucht nur Benutzerrechte um es zu nutzen. Man sollte bloß darauf achten die Komprimierung zu deaktivieren da es sonst immer etwas länger dauert bis man an seine Daten kommt.