Superbowl XLI (41) Preview

Indianapolis Colts vs Chicago Bears

Es ist mal wieder soweit und die NFL Saison geht mit einem Knall zu Ende. Peyton Manning trifft in Miami Florida in seinem ersten Superbowl mit den Indianapolis Colts auf die Chicago Bears und Rex Grossmann. Es sollte auch keinen Überraschen wenn das Match durch diese beiden Spieler geprägt sein wird. Die große Frage ist ob Grossmann nochmal ein Feuerwerk abbrennen kann oder es wieder mal Zeit für ein Katastrophenspiel mit 5 Interceptions in einer Halbzeit ist. Parallel dazu stellt sich für die Colts die Frage wie stabil Manning sein wird. Ruft man sich die bisherigen Playoff Performances von ihm auf den Schirm ist schon fraglich wie er in seinem ersten Superbowl aussehen wird. Ich persönlich erwarte aber von beiden auf den Punkt da zu sein und somit ein spannendes und würdiges Spiel zu liefern.

Wer sich nun nicht in Einzelheiten aufhängen will sollte zum Ende des Berichts scrollen. Dort gibt es ein kurzfazit und meinen persönlichen SB Tipp 😉

Das große Thema in Amerika sind aber die beiden Coaches. Mit Lovie Smith und Tony Dungy stehen die ersten beiden schwarzen Head Coaches in der Geschichte des Superbowls in einem NFL Finale. Das ist etwas was dort nicht nur den Sport sondern auch die Gesellschaft bewegt. Ich wollte es aber nur nochmal am Rande erwähnen und nicht weiter thematisieren da man in den US Medien damit nahezu erschlagen wird und ichs selbst nicht mehr hören kann ;).

Die Bears Defense wird stark gefordert sein und sollte besser eine Glanzleistung abliefern wenn man hier gewinnen will. Sie müssen es schaffen auf Manning so viel Druck wie möglich aufzubauen, ihn aus der Ruhe zu bringen und zu Fehlern zu zwingen. Dazu muss Marvin Harrison hauteng gecovered werden und wenn das gelingt kommt es auf Grossmann an. Er muss zu hundert Prozent konzentriert sein und darf nicht leichtfertig mit den Möglichkeiten umgehen die seine Defense ihm schaffen könnte. Gegen die COlts ist es extremst wichtig die eigene Offense so lange wie möglich auf dem Platz zu halten und den Kampf um die Uhr für sich zu entscheiden. Man sollte allerdings nicht erwarten das die Bears Offense in der Lage sein wird das Spiel zu entscheiden. Auch die vielen Punkte gegen die Saints (39) sollten einen da nicht täuschen, denn davon waren ganze 13 aus Turnovers und weitere zwei aus dem gegebenen Safety entstanden. Der Sieg liegt hauptsächlich in der Leistung der Defense begründet und speziell darin das sie das Laufspiel der Saints beinahe komplett zum erliegen brachte (gerade einmal 59 Yards wurden zugelassen). Das könnte ein gutes Zeichen für die zuletzt nur noch mittelmäßige Defense sein und es kommt keinen Moment zu früh. DIese Leistung müssen sie gegen Indi mindestens wiederholen und hoffen damit Peyton so stark unter Druck zu setzen und zu verunsichern das er Fehler macht.

Die Colts, insbesondere Manning, sahen gegen die Chiefs und die Ravens nicht besonders glücklich aus und fanden eigentlich erst über den Lauf und speziell natürlich Addai wieder zum Erfolg. Doch was ist wenn die Bears den COlts Lauf genauso ausschalten können wie den sich noch als stärker einzuschätzenden der Saints? Damit wäre der Colts Angriff gleich wieder sehr viel berechenbarer und sie hätten wieder die Probleme mit denen sie sich die halbe Saison rumgeschlagen haben.

Eins steht jedenfalls fest. Egal zu welchem Zeitpunkt der Saison, die Bears Defense ist darauf ausgelegt keine Big Plays abzugeben und das klappte beinahe immer hervorragend. Die Colts werden sehr sehr geduldig sein müssen und dürfen nicht hektisch werden. Der Spielplan gegen die Bears Defense kann eigentlich nur Spielzug für Spielzug entstehen und muss ständig angepasst werden. Das alles sind Dinge die Peyton im allgemeinen nicht so sehr liegen.

Ein weiterer Knackpunkt könnten die Special Teams werden. Gerade bei Chicgao waren die returns immer sehr schön anzusehen und Devin Hester erlief immer hervorragende Feldplatzierungen für die Offense. Hinzu kommt die extreme Punktegefährlichkeit die bei den Bears regelmäßig durch ihre Turnover entsteht und diese Defense produziert eine Menge Turnover. Die Frage wird sein ob diese sehr physische Defense in der Lage ist an Manning heran zu kommen. Er musste gerade einmal 15 Sacks in diesem Jahr einstecken und ist verdammt schnell mit seinen Pässen. Doch irgendwie war das auch mein Gedanke vor dem Saints spiel und Brees musste viel einstecken, doch dürfte Brees damit im allgemeinen besser umgehen können als Peyton, denn wenn er eins hasst ist das wohl "Pressure in his face".

Mannings MArschrute dürfte ebenfalls klar sein. Für ihn muss die bevorzugte Strategie ein schneller Pass auf Harrison oder Reggie Wayne sein. Doch auch da sind die Bears gut aufgestellt. Die Corners können mit den beiden sicher mithalten und wenn sie so clever spielen wie es die Pats vorgemacht haben und immer wieder stören und viele knockdowns produzieren wird es ganz ganz schwer für den Favoriten aus Indianapolis.

Nun hört sich das erstmal alles ganz toll für die Bears an aber sie sind nicht ganz umsonst der Außenseiter (zumindest offiziell). Ihr Coach Lovie Smith hat sich seine SPoren unter Tony Dungy als Assistent bei den Tampa Bay Bucs verdient und dort das nun so viel gelobte Cover 2 System der Bears Defense gelernt. Es dürfte also nichts geben worauf Dungy nicht vorbereitet ist und sicher wird er mit Peyton ein paar Sondertrainingseinheiten gegen ein solches System eingeschoben haben.

Die Colts werden auf TE Dallas Clark setzen und  das Spiel über die Mitte suchen. Doch hier steht ihnen mit Brian Urlacher einer der besten LBs der Liga gegenüber. Der wird sicher auf Herz und Nieren geprüft werden doch rechne ich ihm gute Chancen aus dieses Duell für sich zu entscheiden und die Mitte dicht zu machen.

Ein Auge sollte man unbedingt auch mal den Slot Receiver der Bears (RAshied Davis) werfen. Er wird nicht allzu oft eingesetzt was ihn zu einer unkonstanten für den Gegner macht. Er hat in vier Jahren AFL einmal den Arena Bowl gewonnen und somit auc Champinship Erfahrungen. Seine Catches sind durchweg gut und bei den mittellangen Pässen ist er sher lauffreudig und vielseitig einsetzbar.

Vorsicht ist für die Bears immer geboten wenn Dominic Rhodes auf dem Platz steht, denn obwohl er seinen starting Posten an Addai abtreten musste hat er mit einem Schnitt von 4,8 Yards pro carry vor allem in den letzten Spielen gezeigt wie gefährlich er immernoch ist. Er könnte der entschiedende Joker für die Indi Offense sein.

Die Colts konnten in den letzten Wochen zudem auch das Problem der mangelhaften Laufverteidigung ausmerzen dem sie wohl einige knappe Spiele und sicher auch die ein oder andere Niederlage zu verdanken hatten. Doch kaum ist ihr Strong Safty Bob Sanders wieder da sieht alles ganz anders aus. Er ist supe schnell, hat einen wahnsinnigen cut drauf und wenn er tackled dann richtig. Er nimmt keine Rücksicht auf seinen eigenen Körper und das hat ihm auch shcon viele Verletzungen beschert doch er spielt mit einer Intensivität die sehr selten ist. Doch trotz alledem ist er kein stupider "HAudrauf". Eer weiß genau was er tut und besitzt eine unheimliche Präzision. Oft landen seine Hits mit der Schulter am äußeren Bein des Gegners was den sicheren Stop zur Folge hat, aber ein sehr gutes Timing erfordert. Mit ihm sind die Big Plays im running game so gut wie ausgeschlossen und es kommt voll und ganz auf Grossmanns PAss Künste an.

Fazit: Ich denke das die Key Matchups Manning vs Urlacher und Desmond Clark gegen Bob Sanders heißen werden. Es wird sehr körperlich zur Sache gehen und die Bears müssen extremst aufpassen nicht früh in Rückstand zu geraten denn viele Punkte werden sie offensiv nicht zu stande bringen. So lange Manning etwas Zeit hat dürfte es die Bears Defense sehr schwer haben und wenn sie dann noch das Duell um die Uhr velieren wird es mit der Zeit automatisch Raum für Manning gegen eine ermüdende Bears Defense geben.

Mein Tipp: Manning und sein Offensivarsenal werden für die Bears Defense nicht zu bremsen sein und einen Shootout können sie nicht mitgehen. Daher denke ich das Manning seinen ersten Superbowl RIng holen wird.

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