Divisional Playoffs, Nachbetrachtungen (Samstag)

Indianapolis @ Baltimore 15-6

Wer hätte gedacht das Peyton Manning einmal nicht in der Lage sein würde auch nur einen Ball zum Touchdown in die Endzone zu bringen und noch viel wichtiger, dass die Colts trotz alledem gewinnen würden?

Genauso ist es gekommen und zu verdanken haben sie es ihrem prominentestem Einkauf der vergangenen Offseason, Adam Vinatieri. Der beste Clutch Kicker der Liga zeigte das er jeden Cent seines Vertrags wert ist verwandelte sagenhafte fünf von fünf Versuchen (aus 23,42, 51,48 und 35 Yards) und ist nun mit 15 Punkten der Kicker mit den meisten Punkten in einem Postseason Spiel. Insgesamt steht er bei 34 Treffern in 42 Postseason Versuchen, was durchaus für sich spricht.

Die Colts hatten ihn geholt da er einfach viel mehr Erfahrungen in Postseasonspielen hatte als Vanderjagt und gerade da zählt für die Colts ja bekanntlich jeder Punkt. Nach dem Spiel zeigte sich Coach Tony Dungy auch entsprechend euphorisch und sprach von einer beinahe vorhandenen Field Goal Garantie die man durch ihn zu haben scheint.

Peyton Manning mit 15 Completions aus 30 Versuchen absolut unspektakulär und warf dabei wieder zwei Interceptions und 170 Yards, doch es reichte um immer wieder nahe genug heranzukommen damit Vinatieri die sicheren Punkte aufs Scoreboard zaubern konnte.

Auf der anderen Seite war McNair allerdings auch weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, denn die Ravens schafften ihrerseits keinen Touchdown und auch McNair warf zwei Interceptions bei ansonsten 18 Completions aus 29 Versuchen.

Okay zugegeben, die starke Defense der Ravens kam nicht ganz überraschend. Zuletzt hatten die Ravens sicher eine Defense die noch stärker als die der Bears einzuschätzen war und ums erstaunlicher ist es das die Colts niemals in Rückstand geraten sind, aber ihrerseits die wirklich gute Baltimore Offense komplett ausschalten konnten. Besonders gestaunt habe ich darüber das die schlechteste rushing Defense der regulären Saison Jamal Lewis gerade einmal 53 Yards zugestanden hat und vier Turnovers erzwang (2 Interceptions + 2 errungene Fumbles). Vielleicht sollten sich die Gegner der Colts nicht mehr allzu sehr darauf verlassen sie mit dem Lauf niederzuringen.

Manning hat nun mit 5-6 beinahe einen ausgeglichenen Postseason Record und ist seinem Ziel, dem Spiel um den Superbowl, einen ganzen Schritt näher gekommen, während man sich bei den Ravens sicher mehr von den Playoffs erhofft hatte. McNair hat das Team zwar auf ein völlig neues Level gehoben, doch viele Jahre hat er nicht mehr und wenn es noch mit dem Superbowl klappen soll ist jedes erfolglose Jahr eins zu viel.

Durch die Niederlage der Chargers bekommen die Colts nun auch noch ein Heimspiel, welches gleichzeitig das allererste AFC Championship Game in einem Dome sein wird. Mit den New England Patriots erwarten sie aber ein Team das zwar durchaus seine Schwächen gezeigt hat, doch immer hundert prozentig da war wenn es drauf ankam. Es wird sicher spannend werden wenn die zwei besten QBs der Liga und Adam Vinatieri auf sein altes Team aufeinander treffen.

 

Philadelphia @ New Orleans 24-27

Die Saison der Eagles hat ein jähes Ende gefunden und schuld sind sie eigentlich selbst.

Es war das erwartet knappe Spiel mit vielen Punkten, doch wie schon die ganze Saiso bekamen es die Eagles einfach nicht hin sich durch viel zu viele Strafen ständig von den first downs zu entfernen und den Gegner zu stärken. Sechs Penalties für 39 Yards waren das Gesamtergebnis und gekommen sind sie immer zu den denkbar schlechtesten Momenten.

Hinzu kommt das Brian Westbrook, normalerweise die Stütze der Offense, zwar mit seinen zwei Touchdowns die Eagles im Spiel hielt, aber für ihn absolut untypische Drops fabrizierte als man die Catches wirklich dringend brauchte. Insgesamt konnte er sich aber auch nicht so stark in Szene setzen wie man es zuletzt gewohnt war. Es kamen für ihn zwar 116 Yards zustande, aber wenn man bedenkt das 62 Yards davon aus einem einzigen atemberaubenden Touchdown run resultieren bleibt ansonsten nicht mehr viel übrig.

Auf der anderen Seite machte Deuce McAllister mit seinen knallharten runs einen tollen Job. Die Eagles waren praktisch nie wirklich im Stande ihn zu blocken und so kam er bei beinahe jeder short Yardage Situation auch zum first down. Insgesamt kam er auf beeindruckende 21 Carries für 143 Yards.

Hilfe bekommt er seit dieser Saison durch Ausnahmetalent Reggie Bush den die Eagles aber weitestgehend im Griff hatten und direkt bei seinem ersten Lauf einen mächtigen Hit verpassten der ihn für ein paar Spielzüge an die Seitenlinie verbannte. Doch kurzzeitig lies er seine geniale Beweglichkeit und Spielübersicht aufblitzen als er sich eigentlich an der 3 Yard Line festlief und dann doch noch den Lauf nach aussen ansetzte um schließlich den Touchdown zu erzielen. Diese Aktionen der beiden endeten in vielen "Reggie" und "Deuce" Sprechkören des begeisterten Publikums.

Wo wir gerade beim Publikum sind, kann sich jemand vorstellen das die Saints vor zwei Jahren noch als heißer Umzugskandidat gehandelt wurden da sie nicht den Erfolg beim Publikum zu haben schienen? Was dort an Lärm fabriziert wurde dürfte Garcia seinen Job nicht leichter gemacht und er beendete seinen wohl vorerst letzten Eagles Einsatz mit 15 Catches aus 30 Versuchen. Sein Highlight dürfte sicher der 75 Yard Pass auf ex Saint Donte Stallworth gewesen sein der einen neuen Eagles Postseason Rekord darstellt. Im Endeffekt konnte aber weder das noch ein paar schöne Aktionen von Reggie Brown die Eagles retten.

Besiegelt wurde ihr Schicksal bei einem vierten Versuch und 10 bei noch ca. 1:50 auf der Uhr. Sie blieben auf dem Feld und Garcia warf einen klasse Pass, der jedoch wegen eines Offense Holdings negiert wurde und in einem vierten und 15 Yards endete. Das traute Reid sich dann wohl nichtmehr und ließ punten. Die Eagles Defense war mit zwei Timeouts allerdings nicht im stande die Saints nochmal zu stoppen und vor allem Deuce McAllister ist es zu verdanken da sie die Uhr runterspielen konnten. Ich empfinde es als fragwürdig ob der Punt eine so gute Idee war. Was sollte schon groß noch passieren? Die Defense war in Schlüsselaktionen sowieso das ganze Spiel über unterlegen, auf was hat Andy da gehofft?

Wie auch immer, die Saison der Eagles ist vorbei und es bleibt die Erkenntnis das man sich im Bereich des run blockings stark verbessern muss und das dort wohl die eindeutigsten Needs liegen. Auch interessant wird die Zukunft von Donte Stallworth sein dessen Vertrag ja nur über dieses eine Jahr lief und der seinen Marktwert bei den Eagles sicher stark gesteigert haben dürfte.

Für die Saints geht es jetzt nach Chicago wo sie sicher gute Chancen haben den Bears zu zeigen wer in der NFC das Team ist das es zu schlagen gilt. Beeindruckend ist das vor allem wenn man bedenkt das die Saints noch nie auch nur das Championship Game erreicht haben. Für mich sind sie am Wochenende Favorit und Brees wird der Bears Defense mal so richtig Feuer machen.

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