Und weiter dreht sich das Coach Karussel

Heute wurde es offiziell, Art Shell wird nach nur einer Season nicht mehr als Coach der Oakland Raiders auftreten. Nach der Katastrophalen 2-14 Season war aber auch kaum etwas anderes möglich. Die Raiders brechen derzeit alle rekorde für wenigste Siege und wenigste erzielte Punkte. Auf die ganze Saison betrachtet hat man z.B. in der zweiten Spielhälfte im Schnitt nur 3 Punkte erzielt und das kann nicht der Anspruch eines so erfolgreichen Traditionsteams wie den Raiders sein. Schon allein den treuen Fans ist man da anderes schuldig und diese Erwartungen konnte Shell definitiv nicht befriedigen.

Vor der Saison trat er mit dem Anspruche an die Raiders wieder zu einem Spitzenteam der Liga zu machen und letztendlich ist es nicht nur an Randy Moss´s Ausfall gescheitert. Shell sah an der Sideline auch zunehmend unglücklicher aus. Er hat es weder geschafft die Offense während der Saison auch nur ein Stück voranzubringen (auch wenn er immer beteuerte dass das Team sehr viel dichter am Erfolg ist als es von außen den Anschein hat), noch konnte er Disziplin in das Team bringen und so die vielen vielen Yards Strafen abschalten. Hinzu kamen noch Unstimmigkeiten innerhalb des Teams (Eskapaden von Moss und Vermutungen von Shell das innerhalb der Organisation Intrigen gegen die Coaches gesponnen wurden).

Fertig sind die Raiders und Shell allerdings noch nicht miteinander, so stehen immernoch Treffen zwischen Shell und Davis an in denen es um die Möglichkeit einer anderen Position innerhalb der Raiders Organistaion für Shell gehen soll. Was da genau im Raum steht ist bislang allerdings nicht bekannt geworden.

Noch nicht offiziell, aber in den US Medien groß angekündigt wird heute auch der Weggang von Bill Cowher aus Pittsburgh. Ein anonym bleiben wollender Mitarbeiter aus dem Steelers Dunstkreis soll der Presse mitgeteilt haben das die Steelers sich offiziell auf Trainersuche begeben werden. Für heute Nachmittag ist eine Pressekonferenz angekündigt wo es dann offiziell gemacht werden soll.

Der 49 Jahre alte Cowher ist bereits seit 15 Jahren Coach der Steelers und damit der am längsten bei einem Team beschäftigte noch aktive Coach. er übernahm das Amt von Chuck Noll, der seinerseits 23 Jahre bei den Steelers coachte. Somit ist es eine echte Seltenheit die chance zu bekommen Steelers Coach zu werden. zum vergleich hatten die Colts z.B. in der Zeit der beiden Steelers Coaches 15 HCs und sind einmal umgezogen.

Cowhers Gründe sind klar, seine Familie ist schon während der Saison nach North Carolina umgezogen, 2 seiner Töchter besuchen die Princeton University und seine jüngste hat nur noch 1 1/2 Highschool Jahre vor sich die er wohl nicht komplett verpassen möchte. Dennoch leiß er durchblicken das er sich keinesfalls aus dem Profisport verabschieden will, sondern nur näher bei seiner Familie sein möchte. Allerdings gab er bekannt das er im Falle eines erneuten Coaching Jobs in die gehalts Oberliga aufsteigen möchte. Zur Zeit verdient er 4 Millionen $ jährlich was gerade einmal die Hälfte von z.B. Mike Holmgren ist. Da die Steelers als ein nicht mit Geld um sich schmeißendes Team bekannt sind wäre so etwas bei ihnen nie denkbar gewesen. Dennoch eröffneten die Steelers ihrem Coach die Möglichkeit das letzte Jahr seines Vertrages gern in der übernächsten Saison zu erfüllen falls er möchte, doch scheitn das eher eine Wunschvorstellung zu sein.

Mögliche Nachfolger stehen auch schon im Raum, so wäre ein Engagement des derzeitigen Offensive Coordinator Ken Whisenhunt oder des Offensive line coach Russ Grimm denkbar. Diese Möglichkeiten werden wohl auch von den Spielern bevorzugt was aber natürlich nicht ausschließen soll das es nicht doch jemand völlig anderes wird.

Ansich war es vernünftig von Cowher jetzt zu gehen. Er hat mit den Steelers alles erreicht, war Pro Bowl Coach und konnte sich nur noch verschlechtern. Fraglich ist nur wieso er noch diese Saison dran gehängt hat und nicht direkt zusammen mit dem Bus den Hut genommen hat. Ich hoffe jedenfalls das sich die Steelers treu bleiben und einen weiteren Coach finden mit dem sie über lange Zeit so zufrieden sein können wie mit Cowher und nun nicht dort auch ein rotationsprinzip Einzug hält.

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